UNIQA-Nürnberger-Deal: Übernahme abgesagt
- Österr. Versicherer will deutsche Mannheimer mit 79,5 Mio. Euro Kapitalspritze vor "Aus" retten

Wegen der geplanten mehrheitlichen Übernahme der deutschen Mannheimer AG Holding durch die österreichische UNIQA-Versicherung kommt die zwischen UNIQA und der deutschen Nürnberger Versicherung im Herbst fixierte wechselseitige Verschränkung samt Übernahme von Nürnberger Österreich durch UNIQA nicht zu Stande.
Diese veränderten Rahmenbedingungen hätten UNIQA und Nürnberger veranlasst, von der geplanten Kooperation Abstand zu nehmen, teilten beide Häuser am Freitag mit.
Die im September 2003 veröffentlichten Pläne zur 100-prozentigen Übernahme der Nürnberger Versicherung Österreich AG durch UNIQA und die damit in Zusammenhang stehende wechselseitige Beteiligung der beiden Gruppen würden daher nicht weiter verfolgt, hieß es seitens UNIQA weiter.
Durch die Verhandlungen der UNIQA mit der Mannheimer Holding und Protektor über einen Markteintritt in Deutschland würden strategische Interessen der Nürnberger so grundlegend berührt, dass aus Sicht der Nürnberger eine Kooperation, eine Abgabe der Österreich-Tochter und eine wechselseitige Beteiligung der beiden Unternehmensgruppen nicht mehr zu vertreten seien, betonte die deutsche Nürnberger.
An Stelle der unterbliebenen Kooperation würden die bisher getrennten Vertriebswege Nürnberger Österreich und Garanta Österreich unter der Neufirmierung Nürnberger Garanta Versicherung Österreich AG bei einem von zwei auf vier Personen vergrößerten Vorstand zusammenzufassen und das Geschäftsfeld erweitert. (APA)
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