Donnerstag, 8. Jänner 2004

Teure "Steffl"-Werbung: Miete der Dom-Fassade kostet 10 Mio. Euro!

  • NEWS: Südturm ist der teuerste Plakat-Platz Österreichs! Der Reinerlös kommt der Renovierung zugute

Wie NEWS berichtet, ist Kardinal Schönborn nicht nur gottesfürchtig, sondern auch sehr geschäftstüchtig. Seit zwei Wochen prangen am Gerüstvorhang des Südturms des Wiener Stephansdomes zwei riesengroße, beleuchtete Werbeflächen der Ersten und der Wiener Städtischen Versicherung. Drei Jahre lang dauern die Sanierungsarbeiten an diesem Teil des Turms und ebenso lange dürfen Bank und Versicherung an höchster Stelle werben.

Da Geld nicht stinkt und der Zweck die Mittel heiligt, hat Dompfarrer Faber gute Verträge abgeschlossen. Beide Unternehmungen zahlen für eine Dauer von drei Jahren 9,96 Millionen Euro Platzierungsmiete. Aus der Erzdiözese wird mitgeteilt, dass damit ein Drittel der Reparaturkosten abgegolten wäre - auf drei Jahre hochgerechnet decken somit die Werbeeinnahmen die Kosten der Turmsanierung.

Die Gerüstkosten werden vom rührigen Verein "Rettet den Stephansdom" über Spenden aufgebracht. Kardinal Schönborn verlangt vom Staat eine Rückerstattung der Mehrwertsteuern für Kirchensanierungen bzw. niedrigere Steuersätze, da die Erzdiözese Wien mehr an Mehrwertsteuern abzuführen hat, als sie vom Staat an Zuschüssen zur Denkmalsanierung und -Erhaltung bekommt. (red.)

8.1.2004 15:29