Donnerstag, 8. Jänner 2004

Dt. Arbeitsmarkt: Arbeitslosigkeit 2003 auf höchstem Stand seit 1997

  • Im Dezember waren 4,316 Millionen Menschen ohne Job
  • Arbeitslose Ö: Dezember 2003 brachte erneuten Anstieg

Die Zahl der Arbeitslosen hat im vergangenen Jahr in Deutschland den höchsten Stand seit 1997 erreicht. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte, waren im Jahresdurchschnitt 2003 rund 4,376.000 Menschen ohne Stelle. Dies waren 315.700 mehr als im Jahr 2002. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 9,8 auf 10,5 Prozent.

1997, als der bisherige Jahreshöchststand seit der Wiedervereinigung erreicht wurde, waren 4,384.456 Menschen ohne Stelle gewesen. Die Quote hatte damals bei 11,4 Prozent gelegen.

Im Dezember 2003 stieg die Arbeitslosigkeit weniger stark als in den Vorjahren, wie BA-Chef Florian Gerster (Bild) erklärte. Demnach waren 4,316.400 Menschen ohne Job. Die Arbeitlosenquote erhöhte sich von 10 Prozent im November auf 10,4 Prozent im Dezember.

Gerster erklärte, die Zahlen für den Dezember und das Gesamtjahr belegten, dass die Reformen am Arbeitsmarkt und bei seiner Behörde "erste positive Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit hatten". Er sei zuversichtlich, dass die zum Jahresende beschlossenen Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt weitere Wirkung zeigen würden. "Erfolge werden sich vor allem dann einstellen, wenn die anspringende Konjunktur der Beschäftigung Impulse gibt", betonte Gerster. (APA)

8.1.2004 10:35