Mittwoch, 7. Jänner 2004

Fluglotsenstreik am 8. Jänner: Alitalia musste 334 Flüge streichen

  • AUA strich wegen des Ausstandes 10 Flüge nach Italien
  • Der Streik traf insgesamt 22.000 Passagiere

Streiks im öffentlichen Verkehr sind für die Italiener keine Neuigkeit: Wegen eines achtstündigen Ausstandes der Fluglotsen musste die italienische Fluggesellschaft Alitalia am 8. Jänner 334 Flüge streichen. 162 internationale und 166 inländische Kurse werden von 10.00 bis 18.00 Uhr wegen der Arbeitsniederlegungen ausfallen. Der Streik betraf insgesamt 22.000 Passagiere. Auch die Austrian Airlines strichen zehn Flüge.

Das Personal protestierte gegen Verzögerungen bei den Verhandlungen um den vor zwei Jahren abgelaufenen Arbeitsvertrag. Der Streik fand in einer schwierigen Phase für den italienischen Flugverkehr inklusive der Krise bei der Alitalia statt. Verhandlungen um den Sanierungsplan der noch staatlichen Airline, die die Streichung von 2.700 Arbeitsplätzen angekündigt hat, liefen in Rom. Gegen den Sanierungsplan hatte es im vergangenen Monat mehrere Protestaktionen gegeben.

Der Streik der italienischen Fluglotsen hatte auch Auswirkungen auf den österreichischen Luftverkehr: Zwei Flüge der Alitalia, die von Wien-Schwechat starten sollten, wurden gestrichen. Die restlichen vier Alitalia-Flüge wurden planmäßig durchgeführt. Die Austrian Airlines (AUA) haben wegen des Fluglotsenstreiks in Italien zehn Flüge gestrichen.
(APA/Red.)

7.1.2004 11:26