Fünf Jahre danach: Franzosen sehen Nachteile des Euro
- Fast alle rechnen noch in Franc, 95 % glauben an höhere Preise
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Fünf Jahre nach der Euro-Einführung sehen viele Franzosen eher die Nachteile des gemeinsamen Geldes - und kaufen in Gedanken immer noch in Franc ein: In einer veröffentlichten Umfrage des Instituts Sofres für das Nachrichtenmagazin "Le Nouvel Observateur" sagten 56 Prozent der Befragten, für sie persönlich sei der Euro eher "schlecht". 50 Prozent sehen den Euro als negativ für die Beschäftigung an.
Nur 30 Prozent empfinden demnach die Einheitswährung in dieser Beziehung als positiv. Als wesentliche Gewinner der Euro-Einführung sehen die Franzosen laut der Umfrage die Finanzmärkte (52 Prozent), den Staat (29 Prozent), die Unternehmen (zehn Prozent) und erst am Schluss die Bürger (ein Prozent).
Für die Studie hatte Sofres am 22. und 23. Dezember 1000 repräsentativ ausgewählte Franzosen befragt. 94 Prozent "übersetzen" demnach trotz des komplizierten festen Umrechnungskurses von 6,55957 Franc für einen Euro immer noch Euro-Preise in Franc: 49 Prozent tun dies "immer", 25 Prozent "oft" und 20 Prozent "ab und zu".
Zum Nachrechnen besteht dabei nach Einschätzung einer ebenfalls überwältigenden Mehrheit aller Grund: 95 Prozent schätzen, die Euro-Einführung habe die Preise steigen lassen, 65 Prozent sehen sogar eine starke Teuerung.
Der Euro war im Jänner 1999 zunächst als Buchgeld eingeführt worden; seit Anfang 2002 ist er auch als Bargeld die gemeinsame Währung für zwölf der derzeit 15 EU-Staaten. (apa/red)
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