Ski Alpin: "Crashpilot" Miller kämpft weiter um Gesamt-Weltcup
- US-Boy wird auch in Zukunft volles Risiko nehmen
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Als einer der ganz großen Favoriten in den alpinen Ski-Weltcup gestartet, liegt der US-Amerikaner Bode Miller derzeit nur auf Rang zehn der Gesamtwertung. Dennoch hat Miller, der in 15 Saisonrennen gleich sieben Mal ausgeschieden ist, das Unternehmen Gesamt-Weltcup noch lange nicht abgeschrieben.
"Es ist frustrierend, wenn man nicht bis zur Ziellinie kommt. Aber meine einzige Option ist Weiterkämpfen", meinte Miller, der in der vergangenen Saison hinter dem Tiroler Stephan Eberharter Zweiter im Gesamt-Weltcup war und bei der WM in St. Moritz Gold im Riesentorlauf und in der Kombination erobert hatte.
178 Punkte Rückstand
Mittlerweile beträgt heuer der Rückstand auf Leader Hermann Maier 178 Punkte, verantwortlich dafür ist nicht zuletzt die Slalom-Schwäche des 26-Jährigen. Seit März 2003 hat Miller im Slalom nicht mehr gepunktet. Am vergangenen Wochenende setzte der "Crashpilot" die Serie fort, indem er in Flachau nach starken Zwischenzeiten im Riesentorlauf und im Slalom ausgeschieden war.
Aufholjagd in Chamonix?
Das Wochenende in Chamonix mit zwei Abfahrten sowie Slalom und Kombination stellt für Miller eine große Chance zur Aufholjagd dar. Die Abfahrt mit vielen Gleitpassagen und einem extrem weiten Sprung kommt dem technisch starken Miller, der neue Ski testet, allerdings nicht sehr entgegen.
Weiter volles Risiko
Krisenstimmung will Miller, immerhin Leader im RTL-Weltcup, aber keine aufkommen lassen. "Ich fahre gut Ski, bin gesund und fühle mich stark. Wenn dann die Resultate nicht kommen, dann kann man nicht viel tun. Der Grat zwischen Sieg und Ausfall ist bei mir sehr schmal", betont Miller. Um als erster US-Fahrer seit Phil Mahre 1983 den "Overall" zu gewinnen, wird sich Miller nicht ändern und weiterhin volles Risiko nehmen.
(apa/red)
