Mittwoch, 7. Jänner 2004

Doppelsieg in Veysonnaz: Götschl gewann vor Dorfmeister

  • 6. Meissnitzer, 15. Obermoser, 19. Tanja Schneider, 20. Wirth
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Österreichs "Speed-Queen" Renate Götschl ist weiter in Hochform: Die 28-Jährige gewann am Samstag die Abfahrt von Veysonnaz überlegen vor Team-Kollegin Michaela Dorfmeister, die sich Platz zwei mit der Deutschen Hilde Gerg teilen musste. Für die Steirerin war es der insgesamt 30. Weltcup-Sieg. Die Weltcup-Führende, die Schwedin Anja Pärson, konnte sich nicht unter den Top-Dreißig platzieren. Götschl rückte mit ihrem Erfolg im Gesamtweltcup auf Rang zwei vor.

Nicht einmal eine Woche nach dem Triplesieg im Super G von Megeve durch Alexandra Meissnitzer, Götschl und Dorfmeister sorgten die "Golden Girls" aus Österreich in der Schweiz damit für ein Abfahrts-Double. Dorfmeister musste sich ihren vierten Podestplatz in dieser Saison zwar mit Gerg teilen, Alexandra Meissnitzer lieferte als Sechste erneut ein starkes Ergebnis.

Eine war aber an diesem Tag wieder einmal eine Klasse für sich. Götschl zeigte nach ihrer überlegenen Trainingsbestzeit auf der tückischen Bärenpiste trotz schlechter Sicht und Wind eine beherzte und tolle Fahrt und war damit schlichtweg unschlagbar. Hatte sie in Megeve den Jubiläumssieg noch knapp verpasst, ließ sie damit diesmal nichts anbrennen. Mit 16 Abfahrtssiegen ist sie in der ewigen Wertung zusammen mit Katja Seizinger bereits Dritte, nur die Schweizerin Michela Figini (17) und Annemarie Pröll (36) liegen noch vor ihr.

"30 ist eine schöne Zahl. Ich freu mich wirklich dass es endlich passiert ist", strahlte Götschl über ihren Jubiläumssieg und ihre famose Fahrt. "Bei einer halben Sekunden Vorsprung braucht man nicht mehr viel fragen. Die Piste war langsamer als im Training, dadurch hat sich einiges relativiert. Man konnte eine engere Linie fahren. Aber es war ein sehr gutes Rennen von mir, zudem hatte ich Super-Material", sagte die Steirerin, die sich auf ihren Vater und ihren Freund als Daumendrücker verlassen hatte können. "Ich hoffe, sie kommen weiterhin zu den Rennen", hofft Götschl. (APA/Red.)

7.1.2004 14:28