Herren-Weltcup: Cheftrainer Giger rechnet mit Krimi
- Top Ten derzeit nur durch 178 Punkte getrennt
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Der Ski-Weltcup der Herren ist heuer spannend wie selten zuvor. Die Top Ten sind derzeit nur durch 178 Punkte getrennt, alles ist noch möglich. Auch ÖSV-Herren-Chef Toni Giger rechnet mit einem Herzschlagfinale: "Es wird wohl bis zum Ende ganz spannend bleiben". Viel wird sich im Jänner entscheiden, in dem insgesamt 13 Bewerbe auf dem Programm stehen.
"Der Monat der tausend Punkte", so Giger bei einem Blick auf das dicht gedrängte Programm in den ersten Wochen des Jahres. Genau genommen können bis zum 1. Februar sogar 1.300 Zähler eingefahren werden, denn bis dahin stehen nicht weniger als elf Herren-Rennen bzw. 13 Bewerbe (zwei Mal Kombination) an: Die nächste Station ist von Freitag bis Sonntag Chamonix, wo zwei Abfahrten, ein Slalom sowie die Kombination ausgetragen werden.
Sechs ÖSV-Herren in den Top Ten
Mit Hermann Maier (1.), Benjamin Raich (2.), Hans Knauß (4.), Michael Walchhofer (7.), Andreas Schifferer (8.) und Stephan Eberharter (9.) hat der ÖSV gleich sechs Athleten unter den Top-Ten des Gesamt-Weltcups. Giger will sich jedoch noch auf keine Prognosen einlassen, wer am Schluss die Nase vorne haben könnte. "Das Bild ist noch nicht ausgewogen, daher sind Spekulationen noch sinnlos", sprach der Salzburger die Tatsache an, dass u.a. erst drei Slaloms, dafür aber schon fünf Riesentorläufe absolviert sind.
Erleichterung nach Raichs RTL-Sieg
Den RTL-Sieg von Benni Raich vor 15.000 Fans in Flachau genoss der Herren-Cheftrainer ganz besonders. "Nachdem uns eine Riesentorlaufkrise angedichtet wurde, ein sehr wohltuender Erfolg. Wir haben bewiesen, dass das maximal ein Zwischentief war." Für Raich, der auch noch im Slalom Vierter wurde und bis auf Rang zwei im Gesamt-Weltcup kletterte, war es laut Giger ein "Super-Wochenende".
Der Pitztaler Raich ist ein klares Indiz dafür, dass das begonnene ÖSV-Allrounder-Projekt "WC4" bereits Früchte bringt. "Das Projekt lässt sich sehr gut an. Es zeigt sich, dass hier super gearbeitet wird", so Giger über die vom Flachauer Andreas Evers geleitete Gruppe.
(apa/red)
