Schlechtes Image: Jeder zweite Brite hält Premier Blair für Lügner
- Umfrage in Zusammenhang mit Kelly-Affäre
Jeder zweite britische Wähler ist davon überzeugt, dass Premierminister Blair in der Kelly-Affäre nicht die Wahrheit gesagt hat. In einer in der britischen Zeitung "The Mail on Sunday" veröffentlichten Umfrage gaben 50 Prozent der Befragten an, Blair habe gelogen, als er behauptete, er habe Kellys Namen nicht zur Veröffentlichung freigegeben.
Noch nicht einmal jeder Vierte glaubt, dass der Regierungschef in diesem Punkt die Wahrheit sagte. 27 Prozent hatten keine Meinung. Blair wollte am Sonntagabend im Fernsehsender BBC in einem Interview erscheinen; es galt als wahrscheinlich, dass er auch zu der Kelly-Affäre befragt werden würde.
Die Affäre um den Tod des britischen Waffenexperten und Regierungsberaters David Kelly hatte die Regierung Blair im vergangenen Jahr in die tiefste Krise seit ihrem Bestehen gestürzt. Der Regierung wird vorgeworfen, den von ihm im September 2002 vorgestellten Sicherheitsbericht durch Fehlinformationen manipuliert zu haben, um Großbritannien in den Krieg gegen den Irak hineinzuziehen.
Blair versicherte am Mittwoch, dass er zurücktreten würde, sollte sich erweisen, dass er das Parlament im Zusammenhang mit der Affäre belogen hat. Der Untersuchungsbericht des Ermittlungsrichters Brian Hutton zu Kellys Tod wird voraussichtlich frühestens Ende Jänner veröffentlicht. (apa)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
