Versehen: US-Soldaten töteten zwei irakische Polizisten
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US-Soldaten haben nach Militärangaben vom Samstag in Tikrit zwei irakische Polizisten getötet, die sie für bewaffnete Angreifer hielten. Die Soldaten seien am Freitag auf Berichte hin eingesetzt worden, dass sich zwei Familien bekämpften, sagte eine Sprecherin des US-Militärs. Am Nachmittag töteten irakische Polizisten dann ihrerseits sechs Demonstranten.
Bei ihrer Ankunft hätten die Soldaten zwei Männer gesehen, die Waffen und lange Mäntel getragen und auf ein Haus geschossen hätten. "Als die Soldaten sich näherten, versuchten sie zu fliehen. Die Soldaten verfolgten sie, riefen Warnungen und gaben Warnschüsse ab, aber die Männer reagierten nicht." Später habe sich herausgestellt, dass es irakische Polizisten gewesen seien.
Einen der Männer hätten die US-Soldaten erschossen, ein zweiter sei verletzt worden und gestorben, bevor er in ein Krankenhaus gebracht worden sei, sagte die Militärsprecherin.
Polizisten erschießen sechs Demonstranten
Irakische Polizisten haben am Samstag während einer Demonstration in der Stadt Amarah nach Angaben eines Arztes sechs Menschen erschossen und elf weitere verwundet. Hunderte Demonstranten hatten sich vor dem Sitz der britischen Besatzungstruppen versammelt und gefordert, die Verwaltung solle ihr Versprechen einlösen und ihnen Arbeit verschaffen.
Über den weiteren Verlauf des Geschehens gab es widersprüchliche Informationen. Einige Augenzeugen sagten, zuerst sei aus der Menschenmenge auf die Polizisten geschossen worden. Andere dagegen berichteten, die Demonstranten hätten lediglich Steine auf die Sicherheitskräfte geworfen, worauf diese das Feuer eröffnet hätten. Soldaten riegelten anschließend die Gegend ab und zerstreuten die Menge. (APA/red)
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