Irak-Krieg: USA haben Bedrohung aufgebauscht
- Angaben der US-Regierung über ABC-Waffen "irreführend"
- Powell wies Anschuldigungen umgehend zurück
·Neun Tote!
US-Hubschrauber im Irak abgestürzt
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Explosion vor Moschee im Irak
Die Angaben der US-Regierung über Massenvernichtungswaffen im Irak waren einer neuen US-Studie zufolge "irreführend". Die Bedrohung durch den Irak sei vor Kriegsbeginn aufgebauscht worden, kritisierte das angesehene Forschungsinstitut "Carnegie Endowment for International Peace" (CEIP). Meinungen seien in Fakten umgewandelt worden, hieß es in der am Donnerstag in Washington präsentierten Studie.
US-Außenminister Powell wies die Anschuldigungen umgehend zurück. "Ich habe volles Vertrauen in die Fakten, die ich im vergangenen Jahr präsentiert habe", sagte er. Powell hatte im Februar vergangenen Jahres im Weltsicherheitsrat angebliche Beweise für irakische Waffenprogramme vorgelegt. Man müsse auf die Ergebnisse der Waffeninspektoren warten, sagte Powell. Bisher haben die US- Inspektoren im Irak keine Massenvernichtungswaffen gefunden.
Dem Kongress und der amerikanischen Bevölkerung sei ein "völlig falsches Bild" von der Bedrohung des Irak vermittelt worden, sagte CEIP-Forscher Joseph Cirincione. Das Institut beklagte zunehmenden politischen Druck auf die US-Geheimdienste seit 2002.
Auch die UN-Waffeninspektoren seien bei ihrem Einsatz im Irak erfolgreicher gewesen als von der US-Regierung dargestellt. "Sie haben einen guten Job gemacht", sagte Jessica Mathews, Präsidentin von Carnegie. "Das, was es zu finden gab, haben sie gefunden." Die Erkenntnisse der Inspektoren seien jedoch ignoriert worden. (apa/red)
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