Mittwoch, 7. Jänner 2004

Israel & Syrien: Nimmt Assad Gesprächsangebot an?

  • US-Senator Nelson: Syriens Präsident zeigt Flexibilität

Syrien stellt nach US-Angaben nun offenbar keine Bedingungen mehr für neue Friedensgespräche mit Israel. Wie die israelische Tageszeitung "Haaretz" unter Berufung auf den demokratischen US-Senator Bill Nelson berichtete, hat der syrische Präsident Assad die Forderung fallen lassen, dass die Verhandlungen dort wieder aufgenommen werden müssten, wo sie Anfang 2000 abgebrochen worden waren.

US-Senator Nelson sagte in einem "Haaretz"-Interview, Assad zeige jetzt Flexibilität. Der syrische Präsident halte es zwar immer noch für Zeitverschwendung, die Gespräche von vorn zu beginnen und die Punkte zu ignorieren, auf die man sich bereits in der Vergangenheit geeinigt habe. "Aber wenn es das ist, was die Israelis wollen, in Ordnung", wurde Assad von Nelson zitiert. Der Senator war am vergangenen Wochenende mit Assad zusammengetroffen.

Israel hat Syrien aufgefordert, die Unterstützung terroristischer Organisationen einzustellen. Das sei die Voraussetzung für Friedensgespräche. "Der Schlüssel, um herauszufinden, ob Assad es ernst meint, ist nicht, was er der westlichen Presse sagt", erklärte der israelische Regierungssprecher Dore Gold am Dienstag. "Der Terror muss aufhören."

Israel ist nach den Worten von Sicherheitsminister Tzahi Hanegbi zudem nicht zur Rückgabe der 1967 besetzten Golan-Höhen an Syrien bereit. Das Zweite Israelische Fernsehen hatte am Montagabend gemeldet, Ministerpräsident Sharon wolle auch im Fall von Friedensgesprächen mit Syrien "territoriale Ansprüche" auf die im Sechs-Tage-Krieg vor 37 Jahren eroberten Golan-Höhen geltend machen.

(apa)

7.1.2004 13:43