Tod durch Erfrieren: Hunderte Kältetote in ganz Europa
Hunderte Menschen sind in diesem Winter in Europa bereits erfroren. Vor allem in Russland starben viele Menschen an der Kälte. Allein in der Hauptstadt Moskau sind seit Anfang Oktober bereits 164 Menschen erfroren. Die meisten Opfer waren Obdachlose oder Betrunkene. Anfang 2003 waren 233 Kältetote in Moskau gezählt worden.
Mehr als 30 Kältetote gab es bisher in diesem Winter in Polen, berichtet die Polizei. Das ist allerdings deutlich weniger als im Vorjahr, als über 300 Menschen erfroren. Polizei und Medien haben die Öffentlichkeit mobilisiert. Im Rahmen der Kampagne "Lasst niemanden erfrieren" wird für mehr Aufmerksamkeit geworben.
In Tschechien gab es bisher offiziell drei Kältetote. Zwei waren Obdachlose. Den Behörden zufolge erfrieren jeden Winter in Tschechien durchschnittlich zehn bis 15 Menschen.
Auch in Frankreich sind in diesem Winter bereits rund ein Dutzend Obdachlose in Großstädten gestorben. Zum Jahresbeginn wurden 7.000 zusätzliche Unterkünfte eingerichtet, das Personal der Rettungsdienste wurde aufgestockt, und Tagesunterkünfte sind auch über Nacht geöffnet.
In Belgien ist Anfang Dezember ein 61 Jahre alter Obdachloser erstes Opfer der Winterkälte geworden. Er hatte in einer leer stehenden Tiefgarage der Post in Charleroi übernachtet. Die Behörden räumten ein, dass es in Belgien an Übernachtungsplätzen für Obdachlose fehle.
In Deutschland erfroren in den vergangenen Wochen mindestens drei obdachlose Menschen im Freien.
(apa, red)
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