Eigener Staat? Palästinenser gegen Sharon-Plan
- Keine vorläufigen Grenzen, Road Map soll umgesetzt werden
- PLUS: "Wasser-gegen-Waffen"-Vertrag zw. Israel & Türkei!
Die Palästinenserführung hat den Vorschlag von Israels Regierungschef Sharon zur Schaffung eines Palästinenserstaates in vorläufigen Grenzen zurückgewiesen. "Wir verlangen die strikte Umsetzung der Road Map des Nahost-Quartetts", sagte ein Berater von Palästinenserpräsident Arafat am Montagabend.
Der Friedensfahrplan von USA, EU, UNO und Russland sieht unter anderem die Gründung eines Palästinenserstaates bis 2005 vor. Israel müsse den UNO-Resolutionen nachkommen, die den Abzug der israelischen Armee aus den im Sechstage-Krieg 1967 besetzten Gebieten fordern, sagte Rudeina weiter.
Sharon hatte zuvor auf auf einem Parteitag seiner Likud-Partei den Willen zur Schaffung eines eigenständigen Palästinenserstaats bekräftigt, falls sich die Palästinenserführung erkennbar um mehr Sicherheit bemühe. Gleichzeitig nannte er allerdings die Gründung eines zunächst nur in provisorischen Grenzen bestehenden Palästinenserstaates möglich.
Zur Vorbereitung neuer Verhandlungen über einen palästinensischen Waffenstillstand im Nahost-Konflikt reist am Dienstag Ägyptens Geheimdienstchef Suleiman nach Ramallah. Geplant ist ein Treffen mit Arafat und dessen Sicherheitsberater. Ägypten versucht seit längerem, dem Friedensprozess wieder Leben einzuhauchen. Eine erste Verhandlungsrunde Anfang Dezember in Kairo, an der zwölf Palästinensergruppen teilgenommen hatten, war jedoch gescheitert. (APA)
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