Jetzt doch nicht? Nordkorea will A-Waffen abschwören!
- Plötzlich von USA kein Nichtangriffspakt mehr gefordert?
- Nordkorea: Erster Schritt einer "Paketlösung" im Atomstreit
Nordkorea hat überraschend seinen Verzicht auf die Entwicklung und den Test von Atomwaffen angekündigt. Als Teil dieser Zugeständnisse werde Pjöngjang zudem seine zivilen Nuklearanlagen einfrieren, meldete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag. Das stalinistisch regierte Land hatte von den USA bisher einen Nichtangriffspakt für die Aufgabe seines Atomprogramms verlangt.
Auch am Dienstag forderte Nordkorea Zugeständnisse seitens der USA. Bereits zuvor hatte das Land angekündigt, es werde seine "nuklearen Aktivitäten" einfrieren, wenn sich die USA im Gegenzug zu Hilfsleistungen bereit erklärten und das Land von der Liste der den Terror unterstützenden Staaten strichen.
Die nun angeküdnigten Maßnahmen sind laut KCNA die erste Phase einer "Paketlösung" im Streit um das Atomprogramm. Die US-Regierung hat wiederholt erklärt, bevor sie Nordkorea Zugeständnisse mache, müsse das Land zunächst nachweisbar mit dem Abbau seines Atomprogramms beginnen.
Eine erste Gesprächsrunde zwischen den USA, China, Russland, Japan, Nord- und Südkorea war im August ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Bisher gibt es noch keinen Termin für die Wiederaufnahme der Verhandlungen. Südkorea und Russland hielten es zuletzt für unwahrscheinlich, dass es noch in diesem Monat einer neuen Gesprächsrunde kommt.
Die USA werfen Pjöngjang die Entwicklung von Atomwaffen vor. Zur offenen Krise zwischen beiden Ländern kam es, als die Regierung von Machthaber Kim Jong Il einen Atomreaktor in Yongbyon Ende 2002 wieder in Betrieb nahm, obwohl sie ihn 1994 gemäß einer Vereinbarung mit den USA geschlossen hatte. Gleichzeitig wies Nordkorea die mit der Überwachung der Anlage beauftragten Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde aus. (APA/red)
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