Briefbomben-Terror: Europäische Task Force eingerichtet
- Expertenteam wird unter italienischer Leitung stehen
Eine Task Force unter italienischer Leitung wird Maßnahmen zur Bekämpfung des Briefbomben-Terrors ergreifen und gegen anarchistische Kreise ermitteln. Dies ging am Ende eines Sondergipfels europäischer Anti-Terror-Experten in Rom hervor, bei dem unter dem Vorsitz des italienischen Innenministers Giuseppe Pisanu über die jüngste Paketbomben-Offensive in Europa beraten wurde.
An der Anti-Terror-Einheit, die in den kommenden zwei Monaten "nützliche Informationen" über das Phänomen anarchistischer Untergrundorganisationen sammeln wird, beteiligen sich unter anderem Experten der Polizeibehörde Europol und aus Ländern wie Frankreich, Spanien und Griechenland, berichtete der italienische Polizeichef Gianni De Gennaro. Diese Länder hätten seit Jahren Probleme mit anarchistischen Terrorgruppen.
Die Task Force soll die Ermittlungen koordinieren, die um den Briefbomben-Terrorismus in mehreren Ländern, darunter Deutschland und den Niederlanden, geführt werden.
Das Treffen in Rom war einberufen worden, nachdem Unbekannte in den vergangenen zehn Tagen Briefbomben an EU-Kommissionspräsident, Romano Prodi, den Präsidenten der Europäischen Zentralbank in Frankfurt, Jean-Claude Trichet, sowie zum Sitz der Europol und EU-Ermittlungsbehörde Eurojust in Den Haag geschickt hatten. Alle Paketbomben waren in Bologna aufgegeben worden. (apa)
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