Neue Anschläge: Wieder Briefbomben an EU-Politiker!
- Britischer und deutscher Europa-Parlamentarier betroffen
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Die Briefbombenserie gegen EU-Politiker geht weiter. Im Büro des britischen Europa-Abgeordneten Garry Titley in Manchester ist am 5. Jänner eine Briefbombe explodiert. Niemand sei verletzt worden, sagte ein Sprecher. Wenige Stunden zuvor war im Büro des deutschen Europa-Abgeordneten Hans-Gert Pöttering in Brüssel ebenfalls eine Briefbombe detoniert.
Titleys Sprecher erklärte, Stichflammen seien aus dem Brief geschossen. Seine Sekretärin, die die Post öffnete, konnte den Brief noch schnell auf den Boden schleudern. Das Büro in Manchester war voller Rauch. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Bombe an Pöttering
Im Büro Pötterings wurde ebenfalls niemand verletzt. Der anonyme Umschlag ging in Flammen auf, als eine Sekretärin ihn öffnen wollte. Pöttering ist Vorsitzender der christdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament.
Zudem stellten die Sicherheitsdienste des Parlaments einen zweiten "verdächtigen Brief" sicher. Der braune Umschlag war an den spanischen Christdemokraten José Ignacio Salafranca Sanchez-Neyra adressiert. Beide Schreiben waren am 22. Dezember in der italienischen Stadt Bologna aufgegeben worden. Eine dritte verdächtige Sendung stellte sich als Fehlalarm heraus.
Bereits vor Weihnachten hatte es mehrere Briefbombenanschläge gegen Vertreter und Institutionen der EU innerhalb von zehn Tagen gegeben. Ähnliche Sprengsätze waren Ende Dezember bereits nicht nur an Kommissionspräsident Prodi und EZB-Chef Trichet gerichtet worden, sondern auch an die europäische Polizei Europol und die EU-Ermittlungsbehörde Eurojust in Den Haag. (APA/red)
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