Doch Mord: Kärntner tötete Ehefrau und erhängte sich
- Tochter fand die Leichen - Erst Obduktion brachte Klarheit
Mord und Selbstmord in Kärnten: Ein 63-jähriger Pensionist hat seine 58-jährige Ehefrau getötet und sich danach die Pulsadern aufgeschnitten und erhängt. Die Leichen des Ehepaares wurden von deren Tochter entdeckt. Zunächst hatte man vermutet, dass die Frau eines natürlichen Todes gestorben und der Mann aus Kummer darüber aus dem Leben geschieden war, doch eine Obduktion brachte Samstag Abend Klarheit.
Die Tragödie hatte sich am Freitag in der Oberkärntner Ortschaft Irschen (Bezirk Spittal/Drau) abgespielt. Als die 34-jährige Tochter ihre Mutter in den Mittagsstunden zu einem Einkaufsbummel abholen wollte, fand sie ihren Vater Franz Filzmaier erhängt im Stiegenhaus des Einfamilienhauses vor. Ihre Mutter Elfriede Filzmaier lag tot im Bett. Gefunden wurde auch ein rätselhafter Abschiedsbrief, aus dem jedoch laut Kriminalabteilung der Gendarmerie keine Hinweise auf ein Motiv hervorgingen.
Es wurde daher angenommen, dass der Pensionist den Tod seiner Frau nicht verkraftet und sich deshalb das Leben genommen hatte. Ein Grazer Spezialist konstatierte jedoch im Zuge der Obduktion, dass der Mann seine Frau entweder erdrosselt oder erstickt hatte. "Das könnte mit Hilfe eines Polsters oder eines Handschuhs passiert sein", erklärte Chefinspektor Werner Geissler von der Kriminalabteilung am Sonntag gegenüber der APA. Wie die Tat exakt begangen wurde, soll das endgültige Obduktionsergebnis zu Tage bringen.
Die Hintergründe der Tragödie sind nach wie vor mysteriös. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass es zwischen den Eheleuten zum Streit oder einem schweren Zerwürfnis gekommen war. (apa)
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