Samstag, 10. Jänner 2004

Umfrage: Schausbergers Rücktritts-Ankündigung schadet ÖVP

  • Schausberger liegt im direkten Vergleich hinter Burgstaller
  • 49% der Salzburger kennen Schausberger-Nachfolger nicht

Der überraschende Coup von Salzburgs Landeshauptmann Schausberger, zwei Monate vor der Landtagswahl am 7. März seinen Rücktritt bis zur Mitte der kommenden Legislaturperiode anzukündigen, kommt bei der Wählerschaft nicht so gut an. 46 Prozent glauben, dass diese Entscheidung die ÖVP Stimmen kosten wird, nur 19 Prozent sind vom Gegenteil überzeugt, wie eine OGM-Blitzumfrage zeigt.

Wie schon bei anderen Umfragen liegt Schausberger im direkten Vergleich deutlich hinter SPÖ-Chefin Burgstaller. Auf die Frage "Angenommen, Sie könnten den Landeshauptmann direkt bestimmen, wen würden sie da wählen?" antworteten 33 Prozent mit Schausberger und 40 Prozent mit Burgstaller. Haslauer, der als designierter Nachfolger präsentiert wurde, schneidet kaum besser ab: Im direkten Duell mit der SPÖ-Spitzenkandidatin würden 29 Prozent für Haslauer und 38 Prozent für Burgstaller stimmen.

49 Prozent der Salzburger kennen Wilfried Haslauer zumindest dem Namen nach. Laut OGM-Analyst Peter Hajek für einen Quereinsteiger ein guter Wert. Hier spiele natürlich die Bekanntheit seines Vaters (Alt
-Landeshauptmann Wilfried Haslauer, 1977-1989) eine Rolle. Der Name Haslauer rufe auch positive Gefühle und Erinnerungen hervor, dies ziehe sich durch alle Detailergebnisse. 37 Prozent der Kenner von Haslauer halten ihn für das Amt des Landeshauptmannes geeignet, elf Prozent sprechen ihm die Fähigkeiten dafür ab, 52 Prozent können dazu keine Angaben machen.

In der "Sonntagsfrage" würden derzeit 43 Prozent für die SPÖ stimmen, 40 Prozent für die ÖVP, sieben Prozent für die FPÖ und neun Prozent für die Grünen. (apa)

10.1.2004 11:13