Präsidentenwahl: ÖVP-Granden für Kandidatur Ferreros
- Rauch-Kallat, Bartenstein und Kukacka hinter Außenministerin
- Überraschungskandidat wird immer unwahrscheinlicher
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Innerhalb der ÖVP mehren sich prominente Stimmen für Außenministerin Ferrero-Waldner als Kandidatin für die Bundespräsidentenwahl. Nach dem Ministerrat ließen am Donnerstag Frauenministerin Rauch-Kallat, Wirtschaftsminister Bartenstein und Verkehrsstaatssekretär Kukacka deutliche Präferenzen erkennen. Bundeskanzler Schüssel sagte, dass er seinen Vorschlag im Parteivorstand (15.1.) machen werde.
Für Rauch-Kallat wäre Ferrero-Waldner eine "ausgezeichnete Kandidatin". Als Frauenministerin aber auch persönlich würde sie sich sehr freuen, wenn Ferrero-Waldner vorgeschlagen würde. "Meine Stimme hat sie", ließ Rauch-Kallat keine Zweifel offen.
Bartenstein meinte, Ferrero-Waldner sei eine "exzellente Außenministerin". Sie könnte "andere Ämter ebenso exzellent ausfüllen". Auf die Frage, ob das auch für das Amt des Bundespräsidenten gelte, sagte der Wirtschaftsminister, "das überlasse ich ihrer Interpretation".
Kukacka wünscht sich eine Frau als Kandidatin, die über "internationale Reputation verfügt" und "soziale Wärme ausstrahlt". Die Frage, ob Ferrero-Waldner dieses Anforderungsprofil erfülle, bejahte der Staatssekretär.
Bildungsministerin Gehrer betonte zwar, dass sie den Parteigremien nicht vorgreifen wolle. Sie bekräftigte aber, dass eine Frau als Kandidatin "gescheit" wäre. Gehrer verwies darauf, dass 52 Prozent der Bevölkerung Frauen seien und deshalb auch an der Spitze des Staates eine Frau stehen sollte.
Ein Überraschungskandidat wird unter den ÖVP-Ministern offenbar als unwahrscheinlich betrachtet. Innenminister Strasser erklärte auf eine entsprechende Frage: "Sie hören das Gras wachsen, obwohl es schneit." Rauch-Kallat und Kukacka erklärten übereinstimmend, ihnen sei von einem Überraschungskandidaten "nichts bekannt".
(apa)
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