Gerüchte um Krenn: Sprecher "weiß nichts" über Koadjutor!
- Vatikan plant angeblich Entmachtung des Bischofs
- Absetzung noch vor Jahresende?
"Wir wissen gar nichts, auch der Bischof weiß nichts", reagierte Michael Dinhobl, der Sprecher von Kurt Krenn, auf Medienberichte, wonach Krenn ein Koadjutor zur Seite gestellt werden könnte. Zum Bericht einer Tageszeitung, dass sich Nuntius Erzbischof Georg Zur "laufend ein Bild der Situation in St. Pölten" mache, stellte Dinhobl fest: "Der Nuntius muss sich laufend ein Bild über alle Diözesen machen."
Mehrere österreichische Bischöfe hätten - laut "gut informierter Quelle" - bereits ihre Besorgnis über die Situation in Krenns Diözese in Rom geäußert, schrieb die "Presse".
Dinhobl sieht die Ursache für jüngste Spekulationen um den St. Pöltner Diözesanbischof darin, dass Weihbischof Heinrich Fasching am 24. Mai das 75. Lebensjahr vollendet und zu diesem Zeitpunkt zurücktreten muss. Laut Kirchenrecht gebe es dann drei Möglichkeiten: "Es wird kein neuer Weihbischof bestellt, es wird ein neuer Weihbischof bestellt oder es wird ein Koadjutor bestellt." Diesbezüglich sei "noch keine Entscheidung" gefallen, sagte Dinhobl am Donnerstag zur APA. "Es ist noch nicht der Mai da."
In der Zeitschrift "Kiche In" war zuvor unter Berufung auf "nahe stehende Kreise" des in Blindenmarkt ansässigen Ordens "Servi Jesu et Mariae" davon die Rede, dass es "im Vatikan konkrete Pläne zur Absetzung des St. Pöltner Bischofs Dr. Kurt Krenn" gebe - "möglicherweise sogar noch vor Jahresende 2004".
(apa/red)
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