Mittwoch, 7. Jänner 2004

Drogen-Tod in Trofaiach: Leiche lag auf der Straße

  • Passanten entdeckten den Toten beim Schneeräumen

Ein Drogentoter ist am Dienstag früh von Passanten beim Schneeräumen im obersteirischen Trofaiach (Bezirk Leoben) gefunden worden. Laut Gendarmerie starb der stadtbekannte Mann an einer Überdosis Drogen und Medikamenten. Obwohl Fremdverschulden ausgeschlossen wurde, ordnete der zuständige Staatsanwalt eine Obduktion an.

Die Untersuchung ergab, dass der 33-Jährige an einer Gehirnschwellung, ausgelöst durch Suchtmittel, gestorben war, wie am Mittwoch mitgeteilt wurde. Der arbeitslose Mario L. wurde am Dreikönigstag zwischen zwei Garagenreihen im Schnee liegend aufgefunden.

Was die Exekutivbeamten wunderte, war der Umstand, dass die Kleidung des Drogensüchtigen und seine Schuhe im Umkreis vom 30 Meter verstreut lagen. Die Gerichtsmedizinerin erklärte dies mit der so genannten "Kälteidiotie", einem "paradoxen Wärmegefühl bei Unterkühlung". Dieses führe dazu, dass dem Betroffenen auch bei Minusgraden heiß werde und er das Gefühl bekomme, sich ausziehen zu müssen.

Obwohl zuerst angenommen wurde, dass der schwerst Drogenabhängige erfroren sei, ergab die Obduktion, dass der 33-Jährige eine Gehirnschwellung erlitten hatte. Wie groß die Menge seines Drogenkonsums vor seinem Tod tatsächlich gewesen ist, sollen jetzt weitere Laboruntersuchungen hervorbringen.

(apa)

7.1.2004 11:28