Montag, 5. Jänner 2004

7 Meter tief: 13-Jähriger stürzte in Vorarlberg von Lift

  • Bub war unter geschlossenem Bügel durchgerutscht
  • Leichte Rückenverletzungen, keine Lebensgefahr

Unglaubliches Glück hatte ein 13-jähriger Schüler aus Mäder am Montag: Im Skigebiet Silvretta Nova im Vorarlberger Montafon rutschte der Bub unter dem geschlossenem Liftbügel durch und stürzte sieben Meter in die Tiefe. Er kam laut Gendarmerie mit offenbar relativ leichten Rückenverletzungen davon.

Der 13-Jährige war zusammen mit Kollegen am Montag gegen 8.45 Uhr mit der Garfreschabahn gefahren. Kurz vor der Stütze 13, etwa in der Mitte der Liftstrecke, rutschte der Snowboarder plötzlich unter dem geschlossenen Liftbügel durch. "Er hat sich noch kurz am Fußraster halten können und ist dann im freien Fall rund sieben Meter abgestürzt", so ein Gendarmeriebeamter zur APA.

Der Bursche schlug mit voller Wucht auf dem Rücken im 70 Zentimeter tiefen Schnee auf. "Dass er Rückenprotektoren an hatte, hat ihn vermutlich gerettet", so der Gendarm. Der 13-Jährige wurde vom Rettungshubschrauber Christophorus 8 ins Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen. Die Ärzte bestätigten sowohl der Gendarmerie als auch den Silvretta Nova Bergbahnen, dass für den Schüler keine Gefahr einer Lähmung bestehe.

"Die Verletzungen sind relativ glimpflich", sagte der technische Leiter der Silvretta Nova Bergbahnen, Werner Netzer, der APA. Er kann sich das Unglück nur schwer erklären: Auch ein im nächsten Sessel fahrender Freund des Schülers habe bis zum Unfall nichts ungewöhnliches bemerkt. Snowboards seien bei einem Sessellift aber "immer ein bisschen schwierig", zudem sei der 13-jährige besonders schmächtig, so Netzers Erklärungsversuch im APA-Gespräch. (APA/red)

5.1.2004 11:49