Safaripark Gänserndorf: Rettung ist in Sicht!
- Tierschutzreferentin Onodi verspricht finanzielle Unterstützung
- Fortbestand sollte damit bis zur Sommersaison gesichert sein
Der vom Konkurs bedrohte Safaripark Gänserndorf scheint vorerst gerettet: Niederösterreichs Tierschutzreferentin Heidemaria Onodi (SPÖ) will das am Mittwoch von der Geschäftsführung vorgelegte Sanierungskonzept innerhalb einer Woche prüfen und stellte finanzielle Unterstützung über die regionale Landesentwicklungsgesellschaft Eco Plus in Aussicht.
Damit sollte der Fortbestand des Tierparks bis zum Beginn der - Besucher bringenden - Sommersaison Anfang April gesichert sein, so Onodi.
200.000 Euro über Eco Plus möglich
Eco Plus-Geschäftsführer Helmut Miernicki bezifferte den den Förderrichtlinien entsprechenden Betrag mit 200.000 Euro. Onodi zufolge sollen hinsichtlich der Finanzierung noch weitere Gespräche mit Baxter folgen.
Der Geschäftsführer der Safaripark-Gesellschaft, Georg Scheifinger, freute sich über den positiven Ausgang der Gesprächsrunde. Angesichts dieser konstruktiven Haltung sei zu hoffen, dass die Mitarbeiter, die dem Wohl der Tiere "mit Leidenschaft und Liebe" verbunden seien, weiter zuwarten.
Lichtblick für Mensch und Tier
Wie Rechtsanwalt Dominik Baurecht dazu erläuterte, besteht derzeit keine rechtliche Notwendigkeit für vorzeitige Austritte aus den Dienstverhältnissen. Die rund 60 Beschäftigten, denen seit drei Monaten keine Gehälter ausgezahlt wurden, halten am Donnerstagnachmittag, eine Betriebsversammlung ab.
Baurecht bezeichnete das gegebene Signal des Landes als "schönen Lichtblick". Auch die wichtigsten Gläubiger wie die Gebietskrankenkasse verhielten sich abwartend, so dass praktisch von allen Seiten Interesse am Erhalt des Safariparks bestehe.
Zur derzeitigen Situation führte Scheifinger aus, dass über die Weihnachtsfeiertage viele Spenden für Tierfutter eingegangen seien. Der Safaripark hat heuer erstmals auch im Winter geöffnet, wobei allerdings der Betrieb in der kalten Jahreszeit nicht kostendeckend sein kann. Auf dem 68 Hektar großen Areal leben 850 Tiere.
(apa/red)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
