30 Mio. Schaden: Brand in Tiroler Lodenfabrik geklärt
- "Honorar" für Brandstiftung diente als Startkapital für Bordell
- 36-Jähriger steht auch im Verdacht des Menschenhandels
Der Großbrand in der Zentrale der Loden GmbH in Innsbruck im Juni 2001 mit einem Schaden von rund 30 Millionen Euro ist geklärt: Mit dem "Honorar", das er für die Brandstiftung erhalten haben soll, dürfte ein Villacher ein Bordell in Kärnten errichtet haben. Der 36-jährige ehemalige Mitarbeiter der Lodenfabrik, dessen Bordellbetrieb mittlerweile geschlossen wurde, soll die Brandstiftung zugegeben haben. Gegen ihn wird jetzt auch auch wegen Menschenhandels ermittelt.
Die "Villa Fortuna" in der Kärntner Bezirksstadt Feldkirchen war am 30. Dezember 2003 über Weisung von Bürgermeister Robert Strießnig (SP) gemäß Kärntner Prostitutionsgesetz geschlossen worden. Es stellte sich nämlich heraus, dass überwiegend Frauen aus dem Osten illegal beschäftigt waren, die sich auch nicht den vorgeschriebenen wöchentlichen Gesundheitskontrollen unterzogen hatten. Einige der Liebesdienerinnen sollen geschlechtskrank gewesen sein.
Jetzt geht das Bundeskriminalamt - es ist bei dieser Aktion federführend - der Frage nach, ob der Villacher für seine "Villa Fortuna" Geld verwendet hat, das er im Zuge der Brandstiftung in Tirol erhalten haben soll. Die Kriminalisten hatten damals im Brandschutt erhebliche Restmengen des Lösungsmittels Aceton gefunden. Es wurde vermutet, dass es als Brandbeschleuniger eingesetzt worden war. Auftraggeber soll der Chef der Lodenfabrik gewesen sein, der jedoch seine Unschuld beteuert. (APA/red)
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