Samstag, 3. Jänner 2004

Deutschland: 2004 Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent prognostiziert.

  • Zahl der Beschäftigten wird trotzdem weiter sinken.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" 2004 mit einem deutschen Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent. Trotz der gegenüber 2003 beschleunigten wirtschaftlichen Dynamik werde die Zahl der Beschäftigten noch einmal um 0,3 Prozent sinken.

Damit werde die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2004 bei 4,3 Millionen liegen, prognostizierte das Berliner Institut, das seine aktuelle Vorhersage für das angebrochene Jahr in der kommenden Woche vorlegen wolle.

"Von der Steuerreform erwarte ich keine nennenswerten Wachstumsimpulse", sagte der DIW-Konjunkturexperte Gustav Horn indes dem Münchner Nachrichtenmagazin "Focus". Er sprach von einem "Tropfen auf den heißen Stein".

Der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Wolfgang Wiegard, sagte "Focus": Wegen der geringeren Entlastung der vorgezogenen Steuerreform wachse das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 1,6 Prozent. Ursprünglich hatten die Wirtschaftsexperten mit einem Wachstum von 1,7 Prozent gerechnet.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Dezember auf etwa 4,31 Millionen gestiegen. Das berichteten die Zeitungen "Bild" und "Welt" am Samstag unter Berufung auf erste Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Dies wären rund 125.000 mehr als im November - und der höchste Dezember-Wert seit sechs Jahren.

Der Abstand zum Vorjahr - 85.000 mehr Arbeitslose als im Dezember 2002 - habe sich allerdings verringert. Im Jahresdurchschnitt seien rund 4,36 Millionen Menschen arbeitslos gewesen, der höchste Stand seit 1997.

(apa)

3.1.2004 12:31