Freitag, 2. Jänner 2004

RTL in Flachau: Raich siegt vor Blardone und Solbakken

  • Maier qualifizierte sich beim Heimrennen nicht für den 2. DG
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Es ist einfach der Hang des Benni Raich: Der Tiroler sicherte sich vor 15.000 begeisterten Fans mit klarer Laufbestzeit im zweiten Durchgang den Sieg im Riesentorlauf in Flachau. Raich setzte sich vor dem Italiener Massimiliano Blardone mit 0,70 Sekunden Vorsprung durch. Rang drei ging an den Norweger Bjarne Solbakken (+0,82 Sek.). Christoph Gruber (+0,92) komplettierte mit einem 4. Platz das beste Saisonresultat für die ÖSV-Asse im Riesentorlauf. Am Sonntag folgt bereits der Herren-Slalom und der nächste Anlauf auf einen weiteren österreichischen Sieg: Auf networld.at sind Sie ab 09:30 Uhr natürlich wieder LIVE mit dabei!

Raich beendete auf seinem Lieblingshang, der "Hermann-Maier-Weltcup-Strecke", auch seine lange persönliche Durststrecke, denn zuletzt hatte der nunmehrige Sieger von elf Weltcup-Rennen (sechs Slaloms, fünf Riesentorläufe) am 21. Dezember 2001 gewonnen - im Riesentorlauf von Kranjska Gora. "Dieser Sieg ist ein Traum. Die Strecke liegt mir, außerdem taugt es mir irrsinnig, vor so einer Kulisse zu fahren", jubelte der 25-Jährige, der sich als wahrer Flachau-Spezialist bezeichnen darf.

Maiersches Heimrennen als Raich-Strecke
1999 gewann der Pitztaler das Maiersche Heimrennen und 2002 war Raich in Flachau Zweiter gewesen. Die lange Pause zwischen seinem zehnten und elften Weltcup-Erfolg, immerhin mehr als 24 Monate, nahm Raich stets locker. "Man muss Geduld haben. Der Weltcup ist kein Wunschkonzert. Ich habe die notwendige Geduld bewiesen", so Raich, der 22.432 Euro Siegprämie einstreifen durfte.

Starkes Mannschaftsergebnis
Mit den Rängen eins (Raich), vier (Gruber), acht (Heinz Schilchegger), zwölf (ex aequo Stephan Görgl und Andreas Schifferer) und 15 (Stephan Eberharter) zeigte sich Rot-Weiß-Rot vor Heimpublikum auch mannschaftlich in ausgezeichneter Verfassung.

Überglücklich mit Rang vier war auch der Tiroler Gruber. "Ich hatte im Riesentorlauf heuer noch kein Resultat, jetzt ist es mir endlich gelungen. Und das in Österreich." Am Podest schrammte der Schwazer auf Grund eines groben Schnitzers im Mittelteil um 0,10 Sekunden vorbei. "Ganz ohne Fehler geht es eben bei mir leider nicht", so Gruber.

Verpatztes Heimspiel des "Herminators"
Erheblich getrübt war die Stimmung im randvollen Flachau zunächst wegen des schwachen Abschneidens von Lokalmatador Hermann Maier. Mit Rang 50 setzte es für den "Herminator" ausgerechnet auf "seiner" Strecke das schlechteste Resultat seiner Karriere. Bisher war dies ein 36. Rang in der Abfahrt von Val d'Isere im Jahr 2000 gewesen. Kurios: Selbst der Argentinier Simari Birkner war an diesem Tag schneller als der große Hermann.

Görgl auf den Spuren Hermann Maiers
Was das Zuspätkommen betrifft, wandelte am Samstag Stephan Görgl in Maiers Spuren. Der 25-Jährige verpasste die Besichtigung um eine Minute und musste den zweiten Durchgang ohne Kurskenntnis absolvieren.

"Renndirektor Hujara hat mich nicht mehr reingelassen", berichtete der Kapfenberger, der bereits in Beaver Creek ein ähnliches Erlebnis gehabt hatte. "Als die Nummer eins gefahren ist, bin ich noch in der Unterhose im Ziel gestanden", erinnerte sich Görgl, der mit seinem zwölften Rang äußerst zufrieden war. (apa/red)

2.1.2004 15:05