Samstag, 3. Jänner 2004

Makaberer ETA-Plan: Leichenwagen als Autobombe

  • Vorbereitungen waren bereits weit fortgeschritten

Die baskische Untergrundorganisation ETA wollte nach spanischen Polizeiangaben einen Leichenwagen als Autobombe einsetzen. Das mit Sprengstoff beladene Fahrzeug sollte im Parkhaus des Gerichtspalasts in der baskischen Regionalhauptstadt Vitoria abgestellt und zur Explosion gebracht werden, verlautete am Samstag aus Polizeikreisen.

Aus Unterlagen, die bei der Festnahme des mutmaßlichen ETA-Anführers Ibon Fernandez de Iradi in Frankreich vor einem Monat sichergestellt worden seien, gehe hervor, dass die Vorbereitungen für den geplanten Anschlag weit fortgeschritten gewesen seien. Danach sollten ETA-Terroristen einen Leichenwagen stehlen und diesen mit Sprengstoff bestücken.

Bei der Sicherheitskontrolle an der Einfahrt zum Gerichtsgebäude sollten sie erklären, einen Toten für eine Autopsie zu bringen. Die Organisation habe sogar erwogen, dass ein ETA-Mitglied sich in einen Sarg legen und tot stellen sollte, hieß es. (APA/red)

3.1.2004 21:19