Tauwetter: Pakistan sieht Durchbruch mit Indien
- PLUS: Blutige Auseinandersetzungen in Kaschmir gehen weiter
Pakistan hat die jüngste Annäherung mit Indien als Durchbruch in den Beziehungen zwischen den lange verfeindeten Nachbarstaaten gewertet. "Das Eis ist geschmolzen", sagte Informationsminister Rashid Ahmed am Dienstag in Islamabad. Er hoffe, dass die bilateralen Kontakte nach dem Treffen des pakistanischen Staatschefs Musharraf und des indischen Premierministers Vajpayee fortgesetzt würden.
Die beiden Spitzenpolitiker waren am Montag am Rande des Gipfeltreffens der Südasiatischen Vereinigung für Regionale Zusammenarbeit (SAARC) in Islamabad zu einem gut einstündigen Gespräch zusammengekommen - die erste Begegnung seit zweieinhalb Jahren. Einzelheiten der Unterredung wurden nicht bekannt gegeben. Pakistanische Regierungsbeamte ließen jedoch durchblicken, dass auch über die von beiden Staaten beanspruchte geteilte Himalaya-Region Kaschmir gesprochen wurde.
Der dreitägige SAARC-Gipfel ging am Dienstag zu Ende. Zum Abschluss unterzeichneten die Teilnehmer eine Vereinbarung zur Errichtung einer Freihandelszone im südasiatischen Raum, wo rund ein Fünftel der Weltbevölkerung lebt, bis 2006. Sie verpflichteten sich ferner zur Bekämpfung des Terrorismus sowie zu Initiativen gegen Analphabetismus und für die Rechte der Frauen. Neben Indien und Pakistan gehören Sri Lanka, Bangladesch, die Himalaya-Königreiche Bhutan und Nepal, sowie die Malediven der SAARC an. "Die SAARC symbolisiert die Hoffnung unserer Völker auf Frieden und Fortschritt", sagte Pakistans Premier Mir Zafarullah Khan Jamali. (APA)
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