Blitzbesuch im Irak: Tony Blair in Basra gelandet!
- Besuch war im Voraus nicht angekündigt worden
- Britischer Premier verteidigte seine Kriegspolitik
·Im Irak
Mehr als 8.700 Kriegsgefangene
·Saddam erzählt
Erste Infos über Geld und Waffen
·"Most wanted"
Wer gefasst ist und wer gesucht wird!
Der britische Premier Blair hat am 4. Jänner überraschend die Truppen seines Landes im Irak besucht. In einer Rede dankte Blair den Soldaten für ihren Einsatz und verteidigte erneut die Beteiligung am Irak-Krieg. Der Sturz des ehemaligen Staatschefs Saddam Hussein sei von großer Bedeutung für die weltweite Stabilität gewesen. Blair beschrieb den Irak als einen Testfall: "Wenn wir zurückgewichen wären, hätten wir der Bedrohung in anderen Ländern niemals entgegentreten können."
Das Regime von Saddam Hussein habe bewiesenermaßen Massenvernichtungswaffen eingesetzt, betonte Blair, dessen Land der engste Verbündete der Besatzungmacht USA ist. Und in den Gefangenenlagern seien hunderttausende Menschen ums Leben gekommen. Repressive Staaten, die Massenvernichtungswaffen entwickelten, stellten eine Bedrohung für die Sicherheit der ganzen Welt dar. Das gestürzte Regime sei ein verabscheuungswürdiges gewesen.
Mit dem Argument, der Irak unter Machthaber Saddam Hussein verfüge über Massenvernichtungswaffen, hatte Blair den Irak-Krieg gegenüber einer skeptischen Öffentlichkeit in seinem Land und der Welt begründet. Bisher sind im Irak derartige Waffen jedoch nicht gefunden worden. Blair warnte vor dem "Virus des islamischen Extremismus", der die Sicherheit in der Welt bedrohe.
Die britischen Berufssoldaten, denen er für ihren Einsatz dankte, nannte Blair die "neuen Pioniere eines Soldatentums des 21. Jahrhunderts." Rund 10.000 britische Soldaten sind im Irak eingesetzt; verglichen mit anderen Staaten der Besatzungskoalition haben sie relativ wenig Verluste zu verzeichnen. (APA)
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