Polizist und befreundete Kollegin: Doppelselbstmord zu Silvester
- Drama in Deutschland: Als Motiv für die Tat wird Beziehungskrise angenommen
Eine 22-jährige Polizistin und ihr befreundeter, 20-jähriger Kollege haben sich in der Neujahrsnacht in Deutschland im schwäbischen Merching mit der Dienstwaffe erschossen. Die Leichen des Paares, beide Mitglieder der Bereitschaftspolizei, wurden am frühen Morgen nach Silvester auf einer Wiese nahe einem Wohngebiet der kleinen Gemeinde gefunden.
Die beiden Berufsanfänger waren ledig, aber nach Angaben der Polizei eng befreundet. Als Motiv für die Tat wird eine Beziehungskrise angenommen. Die Frau hatte sich die Tatwaffe zuvor in ihrer Dienststelle geholt.
Wie das Polizeipräsidium Schwaben mitteilte, wurden die Leichen der Frau und des Mannes mit Kopfschüssen gegen 01:50 Uhr in der Silvesternacht neben einer Straße gefunden. Sie hätten etwa einen Meter voneinander entfernt im Schnee gelegen, schilderten Anrainer, die kurz hintereinander zwei Schüsse gehört haben wollen.
Die Obduktion der Leichen ergab, dass keine weitere Person an der Tat beteiligt war. Zudem seien keinerlei Spuren gefunden worden, die auf eine körperliche Auseinandersetzung unmittelbar vor den Schüssen hinweisen. Ob sich erst die Frau und dann der Mann erschossen hat oder umgekehrt, werde noch ermittelt.
Die beiden Polizisten hatten vor ihrem Doppelselbstmord eine Silvesterparty in Merching besucht. Danach fuhr die Frau mit ihrem Auto zu ihrer Dienststelle, der Bereitschaftspolizeiabteilung in Königsbrunn bei Augsburg, und holte dort ihre Dienstwaffe. Das Paar hatte gerade erst die Ausbildung beendet.
(apa, red)
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