Donnerstag, 1. Jänner 2004

Mindestens acht Tote: Blutiger Silvestertag im Irak

  • Bagdad: Autobombe explodiert in der Innenstadt - 5 Tote, 20 Verletzte

Im Irak sind am letzten Tag des Jahres 2003 mindestens acht Menschen bei Anschlägen und Gewalttaten ums Leben gekommen. Mindestens fünf Menschen wurden nach Polizeiangaben am späten Abend bei einer schweren Explosion in der Innenstadt von Bagdad getötet und etwa 20 weitere verletzt.

Polizisten am Ort des Geschehens sprachen von einer Autobombe. Von Seiten des irakischen Innenministeriums hieß es, bei den fünf Toten handele es sich um Iraker. Unter den Verletzten sind nach Angaben der "Los Angeles Times" drei Reporter und vier Mitarbeiter des Bagdader Büros der Zeitung. Die Explosion ereignete sich in der Nähe eines Innenstadtrestaurants, das weitgehend zerstört wurde. Auch umliegende Gebäude und in der Nähe geparkte Autos wurden erheblich beschädigt.

Stunden zuvor war bei einem Bombenschlag in Bagdad ein irakisches Kind getötet worden. Die US-geführte Zivilverwaltung teilte mit, der Sprengsatz sei in einer belebten Straße in der Innenstadt explodiert, als gerade ein US-Militärkonvoi vorbeifuhr. Mindestens elf irakische Passanten sowie fünf amerikanische Soldaten wurden dabei verletzt. In der nordirakischen Stadt Kirkuk wurden bei einer anti-kurdischen Kundgebung zwei Demonstranten erschossen und mindestens 25 verletzt. (APA/red)

1.1.2004 09:37