Sonntag, 4. Jänner 2004

"profil": Abgehörte islamistische Terrorverdächtige bezeichnen Österreich als "Land der Kontakte"

  • In Mailand abgehörtes Gespräch: Österreich sei "am besten geeignetes Land für Kämpfer-Rekrutierung"

Das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass Italien aufgrund eines im Juni 2002 in Mailand abgehörten Gesprächs zweier mutmaßlicher Mitglieder der kurdisch-islamistischen Terrororganisation Ansar al Islam im Oktober des vergangenen Jahres ein Rechtshilfeersuchen an Österreich gestellt hat. Das Innenministerium in Wien bestätigt gegenüber "profil", dass seit Oktober Ermittlungen in diesem Zusammenhang laufen.

In dem Abhörprotokoll heißt es unter anderem, Österreich sei "das am besten geeignete Land", das "Land der Kontakte" und "das Land, von dem alles Mögliche seinen Ausgang nimmt". Die beiden abgehörten Männer - bei einem handelt es sich um den Algerier Abderrazak Mahdjoub, der als einer der mutmaßlich wichtigsten Drahtzieher islamistischen Terrors in Europa gilt - sprechen auch über Rekrutierungen von Ausländern: "Wir haben Albaner, Schweizer, Briten ... (...) Wir haben auch (Leute) in der Telekommunikation, auch in Österreich."

Die Organisation Ansar al Islam wird unter anderem verdächtigt, Selbstmordattentäter aus Europa in den Irak geschleust zu haben.

Die ganze Story lesen Sie im neuen "profil"!

4.1.2004 08:24