FP-Haubner: "Schwerstarbeit" soll neu definiert werden
- Frühpensionen: "Hacklerregelung neu" geplant
Das System der "Schwerstarbeit" soll neu definiert werden. Das berichtet Sozial-Staatssekretärin Haubner in einem APA- Interview. Demnach hat das Sozialministerium eine Studie in Auftrag gegeben, die Daten zu gesundheitsbelastenden Tätigkeiten erheben soll. Auf Grundlage dieser Bewertungen soll dann die "Hacklerregelung neu" entwickelt werden.
Grundsätzlich seien sich Regierung und Sozialpartner in den Verhandlungen einig, "dass für - auch zeitweise - schwerst belastende Tätigkeiten im Rahmen des Berufslebens die Möglichkeit geschaffen werden muss, dass diese Menschen auch früher in Pension gehen können", so Haubner. Ob das an die unterschiedlichen Lebenserwartungen der einzelnen Berufsgruppen - die in der Studie erhoben werden - geknüpft wird, ist laut Haubner noch offen. "Hier gibt es nicht sehr viele Unterlagen, auch nicht in Deutschland, wo wir uns erkundigt haben."
Haubner: "Die Schwerstarbeiterregelung - oder 'Hacklerregelung neu', wie wir sie auch bezeichnen können, - wird ein Teil eines ganzen Paketes sein: Menschen, die schwer arbeiten, die krank geworden sind im Beruf, die invalide sind oder durch Nachtarbeit besonders belastet sind , sollen einen früheren Zugang zur Pension erhalten."
Es wäre gut, so die Staatssekretärin, wenn die "Hacklerregelung neu" zeitgleich mit der Pensionsharmonisierung umgesetzt werden kann. "Denn die Pensionsreform ist ja ein Gesamtpaket. Die Pensionsreform 2003 ist ein erster Schritt gewesen. Der nächste Schritt ist die Harmonisierung, die so rasch wie möglich kommen wird und hier mit eingebunden auch die Schwerstarbeiterregelung."
(apa)
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