Fischer ist SP-Hofburg-Kandidat: Die Reaktionen
- ÖVP & FPÖ kritisch, Grüne sprechen von "geeignetem Kandidaten"
Nach der offiziellen Nominierung von Heinz Fischer als SPÖ-Präsidentschaftskandidat kamen aus den Reihen von ÖVP und FPÖ erwartungsgemäß wenig positive Reaktionen. Für ÖVP-Klubchef Molterer ist Fischer "ein Mann des Apparats mit einer klassischen Parteikarriere." FPÖ-Generalsekretärin Bleckmann nannte den zweiten Nationalratspräsidenten einen "Ausgrenzer".
Die stv. Grünen-Chefin Glawischnig erklärte, Fischer sei "jedenfalls ein geeigneter Kandidat", dem man auch zutrauen könne, das Amt des Bundespräsidenten überparteilich wahrzunehmen. Sie selbst wird jedenfalls nicht seine Gegenkandidatin. Ob die Grünen einen Kandidaten aufstellen, wird Mitte Jänner entschieden.
Wenig Begeisterung für den Präsidentenschaftskandidaten der SPÖ äußerte ÖVP-Klubobmann Molterer: Fischer sei "ein Mann des Apparats mit einer klassischen Parteikarriere". Fischer sei immer der Einzige gewesen, der für die SPÖ als Kandidat im Gespräch gewesen sei. Eine Alternative habe die SPÖ offensichtlich nicht gehabt, meinte Molterer.
Kritisch äußerte sich auch FPÖ-Generalsekretärin Bleckmann. Die SPÖ habe damit "einen der engagiertesten Vertreter der Ausgrenzungspolitik gegenüber der freiheitlichen Partei nominiert", meinte Bleckmann. Bleckmann plädierte auch neuerlich für die Abschaffung des Bundespräsidenten. Die FPÖ entscheidet Mitte Jänner, ob sie überhaupt einen Anwärter auf den Präsidentenposten nominieren.
(apa/red)
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