Freitag, 2. Jänner 2004

Schon wieder: Bub kletterte auf Waggondach und starb

  • 13-Jähriger wollte Mädchen imponieren
  • Erst am 30. Dezember 15-Jährige in Wien-Nord umgekommen

Erst am 30. Dezember war eine 15-Jährige am Frachtenbahnhof Wien-Nord getötet worden, nachdem sie auf einen Silowaggon geklettert war (siehe Kasten rechts). Einem 13-Jährigen dürfte dieser tragische Unfall keine Lehre gewesen sein, er kam am Freitag bei einem ähnlichen Vorfall in Wien-Simmering ums Leben.

Laut Polizei dürfte der Bub am frühen Nachmittag in Wien-Simmering auf einen auf dem Abstellgleis stehenden Zementsilowaggon geklettert und dabei in den Stromkreis geraten sein. Der Grund für das Unglück: Rene F. dürfte versucht haben, zwei Mädchen, die ihn begleitet haben, zu imponieren.

Der Exekutive zufolge ereignete sich der Unfall in der Station Simmeringer Haide im Bereich Kopalgasse - Haidestraße. Der 13-Jährige kletterte über eine Leiter auf den Waggon, wo er dann den tödlichen Stromschlag erlitt. Seine Kleidung hatte sofort Feuer gefangen. Die Begleiterinnen verständigten die Einsatzkräfte. Am Abend wurden die Mädchen noch einvernommen.

Erst am vergangenen Dienstagabend ist am Wiener Frachtenbahnhof Nord eine Jugendliche bei einem Stromunfall ums Leben gekommen: Eine 15-jährige Schülerin war ebenfalls auf einen abgestellten Silowaggon geklettert. Begünstigt durch das nass-feuchte Wetter war ein Funke von der unter Strom stehenden Fahrleitung übergesprungen. Das Mädchen starb an der Unfallstelle. Eine 13-Jährige, die mit ihrer Freundin den Waggon erklommen hatte, wurde zu Boden geschleudert und erlitt einen Schock. (APA/red)

2.1.2004 15:12