Jackson im Interview: "Bin doch nicht Jack The Ripper"
- Der des Kindesmissbrauchs angeklagte King of Pop glaubt an Verschwörung. Behauptet, die Eltern des Buben zwängen diesen zur Lüge.
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Karriere begann mit sechs Jahren
Der wegen Kindesmissbrauchs angeklagte Popstar Michael Jackson (45) sagt in einem jetzt ausgestrahlten Fernsehinterview, dass er unschuldig ist. Er sei doch nicht "Jack The Ripper". Seine Verhaftung schildert er dem CBS-Journalisten Ed Bradley, der das Interview für die Sendung "60 Minutes" führte, als grob. Jackson sagt, die Polizei hätte ihm beim Anlegen der Handschellen die Schulter ausgekegelt. Außerdem sei er 45 Minuten lang in einen nach Fäkalien stinkenden Raum gesperrt worden. Die Details des Interviews...
Der wegen Kindesmissbrauchs angeklagte Popstar Michael Jackson betrachtet sich als Opfer einer gemeinen Intrige. "Das ist eine Verschwörung", sagte er in dem Aufsehen erregenden Exklusiv-Interview des Fernsehsenders CBS, das in der Nacht auf Montag (29. 12.) ausgestrahlt wurde.
Laut Jackson lügt das Opfer
Die Eltern des heute 14-jährigen Kindes, das Jackson zwischen Februar und März laut Anklage sieben Mal sexuell missbrauchte, hätten den Buben zum Lügen veranlasst. "Die Sucht nach Geld ist die Wurzel allen Übels." Allerdings räumte der Sänger und Tänzer gegenüber dem CBS-Journalisten Ed Bradley ein, dass diesmal keine finanziellen Forderungen an ihn gestellt wurden. Vor zehn Jahren hatte er mehrere Millionen Dollar dafür gezahlt, dass eine Familie in einem ähnlichen Fall ihre Anzeige zurückzog.
Er half dem Buben lediglich
Er sei überzeugt, dass auch der jetzt betroffene Bub von seinen Eltern dazu gezwungen wurde, gegenüber der Staatsanwaltschaft zu lügen. "Das ist nicht er, ich kenne sein Herz." Er habe dem Kind mit einem Aufenthalt auf seiner Neverland-Ranch geholfen, die Folgen einer Krebsbehandlung zu verkraften. Der Bub sei "völlig kahlköpfig und weiß wie Schnee durch die Chemotherapie" gewesen, als er zu ihm kam. "Ich habe vielen, vielen Kindern, tausenden Kindern geholfen, Krebs-Kindern, Leukämie-Kindern. Dies ist eines von vielen."
Anschuldigungen "vollkommen falsch"
Die Anschuldigungen des Missbrauchs seien "vollkommen falsch", sagte der Popmusiker. "Bevor ich einem Kind wehtun würde, würde ich mir die Pulsadern aufschlitzen." Der 45-Jährige sagte, er finde bis heute nichts Anstößiges daran, mit einem fremden Kind im selben Bett zu sein. Er hätte auch nichts dagegen, wenn seine eigenen drei Kinder mit fremden Erwachsenen im selben Bett übernachten würden, solange er sie persönlich kenne und ihnen vertraue.
Der Bub sei in seinem Bett gewesen
Der betreffende Bub sei tatsächlich in seinem Bett gewesen. Allerdings habe er selbst nicht mit in dem Bett gelegen, sondern daneben auf dem Boden geschlafen. Jackson verwies zur Begründung seiner Zuneigung zu Kindern darauf, dass er selbst keine gute Kindheit gehabt habe. In seinem Song "Childhood" habe er das schon vor Jahren beschrieben. "Wenn ich Kinder sehe, dann sehe ich das Gesicht Gottes. Deshalb liebe ich sie so sehr."
Polizei renkte ihm die Schulter aus
Die Polizei beschuldigte Jackson, ihm nach seiner Verhaftung am 20. November eine Schulter ausgerenkt zu haben. "Ich habe immer noch Schmerzen." Der Sender zeigte ein Foto des Sängers mit einem blutunterlaufenen und geschwollenen Unterarm. Es sei kurz nach Jacksons Freilassung gegen Kaution aufgenommen worden. Jackson erklärte, ihm seien Handschellen mit den Armen auf dem Rücken viel zu eng angelegt worden.
In Fäkalien-Raum eingesperrt
Er sei zudem 45 Minuten lang auf einer mit Fäkalien übersäten Toilette eingesperrt und verhöhnt worden. Ein Sheriff habe zu ihm gesagt: "Gefällt dir der Gestank, ist er gut genug für dich?" Staatsanwalt Tom Sneddon, der bereits 1993 wegen des Verdachts auf Kindesmissbrauch gegen Jackson ermittelte, wies ähnliche Vorwürfe der Jackson-Familie bereits vor der CBS-Sendung zurück. Der Musiker sei "fair und genau nach den Regeln" behandelt worden.
Gerichtstermin: 16. Jänner
Jackson muss am 16. Jänner zum ersten Mal vor Gericht erscheinen. Der Popstar war am 18. Dezember wegen Kindesmissbrauchs in sieben Fällen angeklagt worden. In allen sieben Fällen soll sich Jackson an demselben krebskranken Zwölfjährigen vergangen haben, der die "Neverland Ranch" des Sängers regelmäßig besucht hatte.
(red, APA)
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