Road Pricing: Minister Strasser stellt Kontroll-Masterplan vor
- Lkw-Maut startete planmäßig zu Jahresbeginn
- Jörg Haider: "Ausrede" für Preiserhöhungen im Handel
·Road-Pricing
Haider: "Ausrede" für höhere Preise
Die Maut für Lkw und Busse auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen ist planmäßig mit 1. Jänner angelaufen. Über die Details der Umsetzung informiert heute Innenminister Strasser gemeinsam mit Landeshauptmann Sausgruber und Landesrat Rein in einer Presse-Konferenz. Die Grundlage des angekündigten "Masterplans" sind effiziente Kontrollen.
Der Start des "weltweit ersten flächendeckenden Multilane Free-flow Mautsystems" sei planmäßig erfolgt, berichteten die Geschäftsführer der EuroppassLkw-Mautsystem GmbH.
Unmittelbar nach der Aktivierung am 1.1. um 0.00 Uhr begann laut der österreichischen Autobahngesellschaft Asfinag eine flächendeckende Prüfung. Mitarbeiter des neuen Service- und Kontrolldienstes des Unternehmens (SKD) testeten den Ablauf der Mautabbuchung - das Ergebnis: Die Systeme funktionierten korrekt.
Während technisch bisher alles geklappt habe, drohen im ersten Anlauf Staus an den Vertriebsstellen der Mautgeräte. Knapp ein Viertel der heimischen und rund die Hälfte der ausländischen mautpflichtigen Fahrzeuge ist laut Europpass noch ohne die so genannten GO-Boxen unterwegs.
Die erste echte Bewährungsprobe steht am kommenden Mittwoch (7. Jänner) nach den Feiertagen bevor. Spätestens dann wird der Schwerverkehr in voller Stärke einsetzen. Datentechnisch sind mit der Inbetriebnahme des modernsten Mautsystems Europas 1,8 Millionen Mauttransaktionen pro Tag verbunden. Das entspricht der dreifachen Menge des nächstgrößeren vergleichbaren Systems.
Mautpflichtig sind nunmehr alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen höchstzulässiges Gesamtgewicht auf Österreichs hochrangigem Straßennetz. Bedingung ist das Mitführen eines auf das jeweilige Kennzeichen personalisierten Fahrzeuggeräts. Diese GO-Box kostet fünf Euro und ist an über 220 Vertriebsstellen erhältlich. Die Mautboxen sind notwendig, weil die Abrechnung vollautomatisch funktioniert. Die Asfinag will mit der Lkw-Maut jährlich 600 Millionen Euro einnehmen. (APA, red)
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