Beben im Iran: Suche nach Überlebenden eingestellt
- Österreichs Rot-Kreuz-Helfer erzeugen Trinkwasser für Überlebende
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Wo das schwere Erdbeben stattfand
Nach dem Erdbeben im Iran ist die Suche nach Überlebenden endgültig eingestellt worden. Ab sofort sollen Bulldozer zur Beseitigung der Trümmer eingesetzt werden. Die österreichischen Helfer vom Roten Kreuz, von der Bergrettung, vom Rescue Team Vorarlberg, von der Wiener Feuerwehr sowie von den Internationalen Rettungshunde-Brigaden kehrten unterdessen aus der Krisenregion zurück.
Binnen vier Tagen nach dem Beben hatten Helfer aus aller Welt insgesamt 3.000 Menschen aus den Trümmern der fast völlig zerstörten Stadt Bam gerettet. Zuletzt war am Dienstag noch eine schwangere Frau lebend geborgen worden. Bisher wurden nach Angaben des iranischen Innenministeriums mehr als 30.000 Leichen beerdigt. Spekulationen über bis zu 50.000 Todesopfer wollte das Ministerium nicht kommentieren. Rund 100.000 Menschen in der Region sind obdachlos. Amtlichen Berichten zufolge wurden 30.000 Menschen verletzt, noch immer würden mehr als 6.700 in Krankenhäusern behandelt.
Den überlebenden Opfern der Katastrophe wurde indes weitere Hilfe zugesagt. Nach dem Abzug der Such-Teams begannen deutsche Experten mit dem Aufbau von Trinkwasseranlagen. Das Rote Kreuz war dabei ein Feldspital einzurichten. Der iranische Präsident Khatami dankte allen Staaten für die humanitäre Hilfe. Er wies zurück, dass die humanitäre Hilfe der USA zu einer Verbesserung der politischen Beziehungen beider Länder führen werde. "Wir sind für die Hilfe sehr dankbar und schätzen sie sehr. Man sollte sie aber nicht politisch verstehen", sagte Khatami.
ÖRK erzeugt Trinkwasser
Die Einsatzgruppe "Trinkwasser" des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK) ist Mittwoch Früh in der von dem katastrophalen Erdbeben zerstörten iranischen Stadt Bam angekommen. "Derzeit werden die 20 Tonnen Material ausgeladen und zum Einsatzort gebracht", berichtete Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, in einer Aussendung.
"In erster Linie sollen die Rotkreuz-Helfer ein Feldspital und die obdachlose Bevölkerung mit Trinkwasser versorgen. Täglich werden bis zu 200.000 Liter Wasser produziert werden", so Kopetzky weiter.
Keine Annäherung zwischen USA und Iran
Nach den Worten von US-Außenminister Powell sind die USA offen für einen Dialog mit dem Iran. Es gebe "ermutigende" Zeichen aus Teheran. Auch US-Präsident Bush scheint zu erwägen, den vor mehr als 20 Jahren abgebrochenen Dialog mit dem Iran aufzunehmen.
(apa, red)
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