Reifenplatzer: Israelis in Angst vor Anschlag
- Explosionsartiger Knall - Zahlreiche Warnungen vor Anschlägen
- Israelischer Soldat wegen Schüssen auf Briten verhaftet
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Ein geplatzter Busreifen hat Tel Aviv am Mittwoch in Schrecken versetzt. Der Reifen sei für den explosionsartigen Knall verantwortlich gewesen, berichtete der Rundfunk. Zunächst war im öffentlichen Rundfunk von einer Explosion in der Allenby Street die Rede gewesen; kurz darauf von einem Fehlalarm, der durch ein Flugzeug ausgelöst worden sei, das die Schallmauer durchbrochen habe.
Das Militärradio hatte zunächst von einem möglichen Anschlag berichtet. Die belebte Allenby Street war in der Vergangenheit häufiger Ziel von palästinensischer Anschlägen. Die Sicherheitskräfte in Israel sind aus Furcht vor möglichen Anschlägen zu Silvester in erhöhter Alarmbereitschaft.
Die israelische Polizei hat später in Tel Aviv drei Palästinenser festgenommen, die einen Anschlag in der Stadt geplant haben sollen. Israelische Medien berichteten, die Männer seien nach einer Verfolgungsjagd im Süden Tel Avivs festgenommen und dem Inlandsgeheimdienst Shin Bet zum Verhör übergeben worden. Daraufhin wurde ein erhöhter Terroralarm, der seit Mittag in der Stadt ausgerufen worden war, wieder aufgehoben.
Israelischer Soldat festgenommen - Schüsse auf Briten
Ein israelischer Soldat ist unter dem Verdacht festgenommen worden, einen pro-palästinensischen Friedensaktivisten aus Großbritannien durch einen Schuss sehr schwer verletzt zu haben. Es sei eine "sehr ernste und gründliche Untersuchung" eingeleitet worden, sagte eine Armeesprecherin am Mittwoch. Der namentlich nicht genannte Soldat habe zugegeben, "in der Nähe eines unbewaffneten Zivilisten geschossen zu haben, um ihn abzuschrecken". Über eine Anklageerhebung sei noch nicht entschieden.
Der Vorfall ereignete sich bereits am 11. April im palästinensischen Flüchtlingslager Rafah im Gazastreifen. Der britische Aktivist, Tom Hurndall, wurde inzwischen für hirntot erklärt. Er liegt in einem Londoner Krankenhaus. Hurndall war als Mitglied der pro-palästinensischen Internationalen Solidaritätsbewegung (ISM) in den Gazastreifen gekommen. Nach Berichten von Augenzeugen hatte er versucht, zwei Kinder aus der Schusslinie zu ziehen, als ihn eine Kugel am Kopf traf.
(apa, red)
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