Dienstag, 30. Dezember 2003

Österreich 2004: Bürger in vielerlei Hinsicht skeptisch

  • Keine Angst vor Terroranschlägen & Zweifel an Stabilität der Regierung!
  • PLUS: Was bringt 2004 - ALLE Details!

Die Österreicher gehen mit gedämpften Erwartungen ins Jahr 2004. Das fanden übereinstimmend die Linzer Meinungsforschungsinstitute "market" und IMAS heraus. Laut IMAS sehen 52 Prozent der Österreicher dem neuen Jahr mit Skepsis bzw. Sorge entgegen. Laut "market" glauben 80 Prozent nicht, dass es 2004 weniger Krisen und Kriege geben wird als heuer. Lediglich die Wahrscheinlichkeit von Terroranschlägen in Österreich wird als gering eingeschätzt.

78 Prozent sind laut "market"-Umfrage zuversichtlich, dass Österreich von Terroranschlägen verschont bleiben werde. 64 Prozent vermuten, dass Umweltthemen mehr Bedeutung erlangen würden. Bei der Frage danach, ob sich die öffentliche Sicherheit nicht verschlechtern werde, sind die Skeptiker mit 51 Prozent schon in der Mehrheit gegenüber den Zuversichtlichen, die einen Anteil von 48 Prozent erreichen, ein Prozent machte dazu keine Angaben.

55 Prozent melden Zweifel an, ob die Bundesregierung stabil bleibe und es zu keinen Neuwahlen komme. An eine Steigerung des eigenen Lebensstandards glauben 62 Prozent nicht so recht, 64 Prozent haben diese Einschätzung bezüglich der Harmonisierung der Pensionssysteme. 66 Prozent rechnen nicht mit einer geringeren Arbeitslosenzahl im Jahr 2004, 75 Prozent nicht damit, dass es zu einer Steuerreform komme, von der man persönlich profitiert.

Jeweils 78 Prozent sind skeptisch, dass die EU-Erweiterung reibunglos verlaufen werde beziehungsweise, dass in Österreich die Kluft zwischen Reich und Arm kleiner werde. Die meisten Zweifel - 80 Prozent der Befragten - gibt es bei der Frage, ob es nächstes Jahr weniger Krisen und Kriege geben werde.

Laut IMAS-Umfrage bekundeten heuer 41 Prozent ihre Zuversicht, 29 Prozent sehen jedoch 2004 mit Skepsis, 23 Prozent mit Sorge entgegen, die negativen Stimmen zusammengezählt machen somit aktuell 52 Prozent aus. Zum vergangenen Jahresende hatten die Optimisten noch einen Anteil von 43 Prozent, die Pessimisten und Skeptiker insgesamt 48 Prozent.

Am unbeschwertesten begrüßt das neue Jahr die junge Generation sowie leitende Angestellte und Beamte. Bedrückt fühlen sich vor allem Personen über 50, aber auch einfache, ungelernte Arbeiter. Heuer berichteten 54 Prozent, dass sie mit 2003 zufrieden, 43 Prozent unzufrieden waren. Voriges Jahr gab es noch 58 Prozent Zufriedene und nur 39 Prozent Unzufriedene. (apa)

30.12.2003 10:32