Kritik an Gehrer: Grüne wollen Ministerin "zwangspensionieren"
- Brosz: "Gehrer ist eine der größten Schwachstellen der Regierung"
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Keine Freude haben die Grünen mit den Vorstellungen von Bildungsministerin Gehrer zur Schulpolitik. Ihre baldige "Zwangspensionierung" durch Bundeskanzler Schüssel sei die "einzige Chance für eine notwendige Trendumkehr", meinte der Grüne Bildungssprecher Brosz am Montag.
Gehrer ist für Brosz "unzweifelhaft eine der größten Schwachstellen der Regierung". Die Schulpolitik stecke in einer Sackgasse: Das Bildungsressort werde nur mehr "lustlos verwaltet", notwendige Reformen würden blockiert.
Offenbar verstehe sich Gehrer "in ihrer hoffentlich letzten Amtsperiode als Exekutorin des Sparwahns" des Finanzministers, meinte Brosz. Während in fast allen europäischen Ländern schwächere Schüler verstärkt gefördert würden, setze Gehrer weiterhin auf "Ausgrenzung". "Wenn Reformen notwendig sind, blockiert Gehrer, nur wenn wieder kräftig eingespart wird, schreit sie plötzlich notwendige Reform", kritisierte Brosz.
Gehrer hatte am Wochenende den Vorschlag der Zukunftskommission zurückgewiesen, dass Schüler nur dann eine Klasse wiederholen müssen, wenn sie oder ihre Eltern dies "ausdrücklich wünschen oder wenn ein Schüler mindestens in zwei Gegenständen mit Nicht Genügend beurteilt wird und insgesamt in mehr als der Hälfte der Pflicht- und Wahlgegenstände keine bessere Note als Genügend aufweist". Stattdessen will Gehrer das seit einigen Jahren bestehende Frühwarnsystem zu forcieren. (apa)
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