Montag, 29. Dezember 2003

Nach Saddam-Aussagen: Haider sieht sich gestärkt

  • "Landtagswahl wird dadurch nicht negativ beeinflusst werden"
  • "Günther Grass erntete Beifall für Bush-Vergleich mit Bin Laden"

Der Kärntner Landeshauptmann Haider glaubt nicht, dass seine Äußerungen nach der Festnahme Saddam Husseins das Ergebnis der FPÖ bei der Landtagswahl am 7. März negativ beeinflussen könnten. Er habe im Gegenteil seither "viele Sympathiezuwächse" verzeichnet, da die Menschen es anerkennen würden, "wenn ein Politiker die Wahrheit sagt", erklärte Haider im Gespräch mit der APA.

"Die Feststellungen über den amerikanischen Präsidenten haben uns höchste Sympathiezuwächse gebracht", sagte Haider. Es würden nämlich sehr viele Menschen seine öffentlich geäußerte Meinung teilen. Laut Haider habe der Schriftsteller Günther Grass Präsident George Bush sogar mit Osama bin Laden verglichen und hätte dafür von jenen, die ihn, Haider, nun attackierten, Beifall geerntet. "Haider: Das ist die Doppelzüngigkeit meiner politischen Gegner."

Heftige Kritik übte Haider an den Kärntner Parteichefs von SPÖ und ÖVP, Ambrozy und Wurmitzer, wegen deren Festlegung, auch im Falle eines Wahlsieges der FPÖ seine Wiederwahl als Landeshauptmann verhindern zu wollen. Haider warf den beiden auch vor, "wegen ihrer ständigen Vorwahlhysterie seit einem Jahr die Arbeit zu verweigern". Ihm sei es hingegen in den vergangenen fünf Jahren gelungen, "das von SPÖ und ÖVP in die Schlusslichtposition hineinmanövrierte Land wieder nach oben zu bringen". So habe Kärnten in Bezug auf die Netto- Einkommen das Burgenland, Tirol und die Steiermark überholt.

Keine Antwort gab es von Haider auf die Frage, ob er weiterhin politisch aktiv bleiben würde, falls die FPÖ am 7. März in Kärnten von der SPÖ als stärkste Kraft abgelöst werden sollte. "Dieser Fall tritt nicht ein, wir bleiben die Nummer eins", betonte der Landeshauptmann. (apa)

29.12.2003 10:36