Freitag, 26. Dezember 2003

Interview: Jackson findet es nicht falsch, mit Kindern ein Bett zu teilen.

  • "Lieber schneide ich mir die Pulsadern auf, als einem Kind etwas anzutun."
  • PLUS: Richter für das Verfahren gegen den Popstar bestimmt.

In seinem ersten Interview seit der Anklage wegen Kindesmissbrauchs hat US-Popstar Michael Jackson die Praxis, mit Kindern das Bett zu teilen, verteidigt. Im Fernsehsender CBS, der am Freitag Auszüge des Interviews veröffentlichte, wies Jackson die Vorwürfe des Kindesmissbrauchs weit von sich. Er wolle sich lieber die Pulsadern aufschneiden, als einem Kind etwas anzutun.

Der 45-jährige hatte zuvor bereits in einer Dokumentation des britischen Fernsehens zugegeben, mit Kindern in einem Bett gelegen zu haben. Auf die Frage des CBS-Journalisten, ob er das immer noch für akzeptabel halte, antwortete Jackson: "Sicher. Warum nicht?" Für Mörder und Pädophile sei das keine gute Idee. Aber er sei keines von beiden. Das Interview soll am Sonntag ausgestrahlt werden.

Jackson muss am 16. Jänner zum ersten Mal vor Gericht erscheinen. Der Popstar war am 18. Dezember wegen Kindesmissbrauchs in sieben Fällen angeklagt worden. In allen sieben Fällen soll sich Jackson an demselben krebskranken Zwölfjährigen vergangen haben, der die "Neverland Ranch" des Sängers regelmäßig besucht hatte.

(apa)

26.12.2003 22:47

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