Wohnbau: Fremdwährungskredite überholen Bauspardarlehen
- Fremdwährungskredite wegen der niedrigeren Zinsen äußerst populär
- Umstieg vom risikoreichen Yen in den Schweizer Franken
Trotz aller Warnungen der Oesterreichischen Nationalbank und der Finanzmarktaufsicht lassen sich Österreichs Häuslbauer und Wohnungskäufer von Fremdwährungskrediten nicht abbringen. Laut Zeitungsberichten hat im November dieses Jahres das Volumen der Wohnbaukredite in Schweizer Franken, Yen und Dollar erstmals jenes der Bauspardarlehen überholt.
Auf etwa 13,1 Mrd. Euro beliefen sich demnach bis Ende des Vormonats die Ausleihungen bei den fünf heimischen Bausparkassen, auf 13,2 Mrd. Euro die Fremdwährungskredite für Wohnbauzwecke.
"Fremdwährungskredite sind wegen der niedrigeren Zinsen nach wie vor äußerst populär. Die Häuslbauer haben die Warnungen nur insofern beachtet, als sie vom risikoreicheren Yen in den Schweizer Franken umgestiegen sind", sagte ein Kreditexperte einer großen heimischen Bank laut Bericht.
Der Anteil der Yen-Kredite am Gesamtstand an Fremdwährungskrediten (für Private, Unternehmer und Kommunen) von rund 46 Mrd. Euro ist von 40 Prozent zu Jahresbeginn auf 17 Prozent gefallen, jener von Schweizer Franken von 50 auf 79 Prozent gestiegen. (apa/red)
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