Dienstag, 23. Dezember 2003

Weihnachten ist's: Wenn jetzt noch Geschenke fehlen, ist Eile geboten!

  • Bisher kein gutes Christkind: Sieben Prozent Umsatz-Minus!
  • "Späte Käufer" sind letzte Hoffnung für den Handel!

Manch einer findet während der hektischen Vorweihnachtszeit einfach keine Gelegenheit, alle Geschenke zu besorgen. Laut Handels-Bilanz - es gibt ein Minus von 7 Prozent! - waren es heuer besonders viele, die ihre "Christkinds-Pflicht" bisher vor sich her geschoben haben. Jetzt ist Eile geboten - wem noch Geschenke fehlen, muss heute in letzter Minute zuschlagen.

Für den Handel waren es bisher eher traurige Weihnachten: Die Hoffnungen, nach dem schwachen Geschäft 2002 heuer ein Plus zu erzielen, haben sich nicht erfüllt. Der Umsatz mit Geschenken lag bisher um sieben Prozent hinter dem Vorjahr. Jetzt hofft man auf die "späten Käufer"!

Die große Frequenz in den Straßen und auf Parkplätzen täuschte über die Situation in den Geschäften hinweg. Laut der aktuellen Trendumfrage der KMU Forschung Austria unter 350 Einzelhandelsbetrieben hat die Zahl der (kaufenden) Kunden in den Geschäften um acht Prozent abgenommen. Nur 15 Prozent der Geschäfte verzeichneten Umsatzzuwächse, elf Prozent lagen auf Vorjahresniveau, drei Viertel der Geschäfte setzen weniger um als im Vorjahr.

Die einzige Branche, die bisher gegenüber 2002 ein Umsatzplus erzielte, ist der Spielwarenhandel. Alle anderen Branchen verzeichneten Umsatzrückgänge. Am schlechtesten schnitten die modischen Branchen (Schuhe und Bekleidung) sowie der Lederwarenhandel ab.

2002 hat der heimische Handel im Weihnachtsgeschäft - definiert als jener Umsatz im Dezember, der das Normalmaß von Jänner bis November übersteigt - 1,403 Milliarden Euro umgesetzt, um drei Prozent weniger als 2001. (APA/Red.)

23.12.2003 21:41