Umsatz weiter steigern: Böhler-Uddeholm-Plan für 2004
- Laufendes Geschäftsjahr wird vorsichtig optimistisch gesehen
Der Edelstahlerzeuger Böhler-Uddeholm, seit gut vier Monaten voll privatisiert, will auch 2004 Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahr steigern. Das laufende Geschäftsjahr wird vorsichtig optimistisch gesehen. Mit einem Aufschwung wird heuer nicht gerechnet, aber doch mit einer Erholung vor allem in einigen europäischen Märkten, wie das börsenotierte Unternehmen am Montag erklärte.
Die Übernahme der brasilianischen Villares Metals werde die Marktpositionen bei den Schlüsselprodukten Werkzeugstahl und Schnellarbeitsstahl nachhaltig verbessern, erklärte Böhler-Uddeholm in seinen schriftlichen Unterlagen zur Bilanzpressekonferenz. Böhler- Uddeholm bestätigte am Montag seine im Februar genannten Geschäftszahlen für das Jahr 2003: Trotz flauer Konjunktur sind die Gewinne gestiegen. Nach endgültigen Zahlen verbesserte sich der Jahresüberschuss um 11 Prozent von 50,5 auf 56,0 Mio. Euro, wie das börsenotierte Unternehmen heute in den Unterlagen zu seiner Bilanzpressekonferenz mitteilte. An die Aktionäre wird wie angekündigt eine höhere Dividende von 2,50 (2002: 2,30) Euro pro Anteil ausgeschüttet.
Der Konzernumsatz lag 2003 mit 1,50 Mrd. Euro akquisitionsbedingt um vier Prozent über dem Vorjahreswert von 1,44 Mrd. Euro. Böhler- Uddeholm hatte im vergangenen Frühjahr den zweiten Hälfte-Anteil an der Böhler Thyssen Schweißtechnik GmbH seinem deutschen Joint Venture-Partner ThyssenKrupp abgekauft.
Beim Betriebserfolg (Ebit) wies der Weltmarktführer für Werkzeugstahl ein Mini-Plus von einem Prozent auf 113,4 (2002: 111,9) Mio. Euro aus. Belastet hätten hier höhere Kosten für Energie und Rohstoffe sowie der schwache US-Dollar. Dass das Ergebnis vor Steuern (EGT) mit 91,8 Mio. Euro den Vorjahreswert von 82,1 Mio. Euro um 12 Prozent übertraf, begründete Böhler-Uddeholm mit dem niedrigen Zinsniveau und einer besseren Finanzstruktur.
Der Auftragseingang stieg im Konzern 2003 um 15 Prozent von 924,6 Mio. Euro auf 1,067 Mrd. Euro, den Auftragsstand (per Jahresende) blieb mit 249,8 (nach 248,2) Mio. Euro im Wesentlichen unverändert. (APA)
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