Montag, 22. Dezember 2003

Xmas-Endspurt: Händler-Hoffnung wird wohl nicht erfüllt

  • Handel wünscht sich zumindest ein kleines Plus zum Vorjahr
  • Schneefall kommt für Sportartikelhandel heuer zu spät

Am letzten vorweihnachtlichen Einkaufssamstag steuerte die Suche nach Weihnachtsgeschenken auf ihren Höhepunkt zu. Ob sich der Kundenansturm in den Einkaufsstraßen auch in den Umsätzen wiederspiegelt, wird sich erst zeigen. Die vorläufige Bilanz des X-Mas-Geschäfts 2003 wird heute Vormittag von der Wirtschaftskammer präsentiert.

Danach sind nur noch ein paar Stunden für Last-Minute-Shopper offen, auf die der Handel heuer ganz besonders hofft. Auffällig war bisher jedenfalls, dass vor allem Textil- und Schuhhändler, aber auch die Sportartikelgeschäfte in den vergangenen Tagen bereits mit Rabattaktionen begonnen haben.

Generell berichten vor allem Einkaufszentren in den Bundesländern, dass der vergangenen Samstag der stärkste im bisherigen Weihnachtsgeschäft gewesen sei. Vor allem im Europas größten Shoppingtempel, der SCS in Wien-Vösendorf, war der Kundenansturm groß.

Die Händler seien allgemein zufrieden, so Zentrumsleiter Christoph Adamek, "niemand beklagt sich". Als Renner hätten sich Handys, Schmuck und Kosmetika erwiesen.

In einigen Landeshauptstädten, wie Innsbruck, klagen allerdings die Händler in der Innenstadt über spürbar geringere Kaufkraft der Kunden. In Vorarlberg füllten dagegen Einkäufer aus der benachbarten Schweiz das ansonsten drohende Umsatzloch auf. Sie profitieren von der Mehrwertsteuer-Rückvergütung und kaufen damit billiger ein.

Die Hoffnungen der Händler von Bregenz bis Eisenstadt liegen nun auf den letzten eineinhalb Tagen vor der Bescherung und die typischen Käufer in letzter Minute. In Wien geht der Handel nach wie vor davon aus, dass damit zumindest ein kleines Plus zum Vorjahr eingefahren werden könnte.
(apa, red)

22.12.2003 16:24