Slalom in Lienz: Nur Anja Pärson schlägt Niki Hosp!
- Hosp verpasste Lienz-Double um 0,34 Sekunden.
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Hosp gewinnt Lienz- RTL vor Götschl!
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Einen Tag nach ihrem Sieg im Riesentorlauf musste sich Nicole Hosp im Lienz-Slalom am Sonntag nur Anja Pärson geschlagen geben. Nach überlegener Bestzeit im ersten Lauf ging die Tirolerin den zweiten Durchgang etwas zu verhalten an und verpasste damit das "Double" in Lienz um 34/100 Sekunden. Dritte wurde die Deutsche Monika Bergmann-Schmuderer.
Vor Weihnachten hatte Hosp im Madonna-Slalom der Schwedin noch das Nachsehen gegeben und auch in Lienz hätte das Duell der beiden derzeit besten Slalomfahrerinnen an Hosp gehen können. Ja müssen, denn mit einem wahren Traumlauf hatte Hosp im ersten Durchgang 0,64 Sek. Vorsprung auf die Schwedin heraus gefahren.
Verhaltener zweiter Lauf
Zwar hielt die imponierende Serie von Hosp, die in jedem beendeten Rennen auch das Podest erreicht hat, erstmals brachte die an sich nervenstarke Tirolerin eine Halbzeitführung aber nicht ins Ziel. Bei der letzten Zwischenzeit noch 0,45 Sek. voran, verbremste die 20-Jährige im Finale den unteren Teil total und verlor insgesamt noch 98/100 auf die Schwedin.
Hosp sucht keine Ausreden
Hosp ließ für den verpassten Sieg aber weder die eigene Müdigkeit noch die Tatsache gelten, dass vor ihr Marlies Schild nach einem Totalsteher von Platz vier auf 22 abgestürzt war. Auch dass die nach dem ersten Lauf achtplatzierte Liz Görgl wie schon Tags zuvor für ein kurioses Hoppala gesorgt hatte, indem sie bei einem Tor die Außenstange angefahren war und deshalb wie im Riesentorlauf disqualifiziert wurde, war für die Zweitplatzierte keine Entschuldigung.
"Das darf alles keine Ausrede sein. Man kann eben nicht immer so fahren wie ich im ersten Lauf. Aber es war brutal schwer, weil die Piste schon ziemlich bedient war", gab sich Hosp aber trotz des verpassten dritten Sieges in Folge gelassen. "Und ein zweiter Platz ist doch auch eine Super-Leistung"!
Egger zweitbeste ÖSV-Läuferin
Dank der Patzer von Schild ("Mich zipft das jetzt schon echt an") und Görgl kam etwas überraschend Sabine Egger zur Ehre, als Zehnte zweitbeste ÖSV-Läuferin zu sein. Die Kärntnerin zeigte erstmals seit langem, was sie wirklich kann und fuhr im zweiten Durchgang hinter Pärson die zweitbeste Laufzeit. "Darauf kann ich jetzt aufbauen", so die 26-Jährige.
(apa/red)
