52. Vierschanzen-Tournee: ÖSV hofft auf einen Höllwarth in Topform
- Der Zillertaler in der Rolle des Jägers gegen Malysz & Co.
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Der Horror-Sturz von Morgenstern
Ab Montag wird die Vierschanzen-Tournee bei ihrer 52. Auflage wieder Millionen Sprungsport-Fans in ihren Bann ziehen. Der bislang letzte ÖSV-Gesamtsieg durch Andreas Widhölzl liegt schon vier Jahre zurück, doch der Tiroler und vor allem sein Landsmann Martin Höllwarth, der Tournee-Zweite von 2002, scheinen fähig zu sein, in Oberstdorf, Garmisch (1.1.), Innsbruck (4.1.) und Bischofshofen (6.1.) mit den starken Finnen, Norwegern und Deutschen ganz vorne mitzumischen.
Das ÖSV-Duo hat in den bisherigen fünf Saisonbewerben (bei fast durchwegs ungünstiger Witterung) nur je einen Podestplatz erreicht, auf den ersten Saisonsieg hofft ÖSV-Sportdirektor Toni Innauer nun bei der Tournee. Höllwarth hält der Ex-Trainer für fähig, zudem unter den Top 3 der Gesamtwertung zu landen. "Das ist ein hoch gestecktes Ziel, aber er hat das Potenzial", erklärt Innauer und streicht die athletischen Fähigkeiten des 29-Jährigen hervor. "Höllwarth hat auch sehr viel Selbstvertrauen, er weiß, dass er zur Spitze gehört." "Er ist in wirklich guter Form", lobt auch Trainer Hannu Lepistö, "und auch Widhölzl ist nicht weit von der Spitze weg."
Die Arrivierten, zu denen auch der bei der Tournee stets zu Spitzenleistungen fähige Andreas Goldberger (Gesamtsieger 1994 und 1996) zählt, gaben im ÖSV-Team bisher den Ton an. In Abwesenheit des 17-jährigen Sommer-GP-Gewinners Thomas Morgenstern, der nach seinem schweren Sturz im zweiten Saisonbewerb ein Comeback in Oberstdorf gibt, wurden den "jungen Wilden" etwas die Flügel gestutzt.
Jung-Adler kämpfen um den Anschluss
Der in der vergangenen Saison so starke Nachwuchs, mit Florian Liegl, Christian Nagiller (nicht im Tournee-Team) an der Spitze, kämpft um den Anschluss. "Sie springen nicht mehr so ungehemmt, müssen ihre Erfolge beweisen und im Vorjahr ist es dank der Unterstützung durch das Material auch leichter gegangen", betont Innauer. "Die Älteren lassen sich da weniger drausbringen."
Höllwarth in der Position des Jägers
Im Vorjahr war Höllwarth im Gelben Trikot des Weltcup-Spitzenreiters nach Oberstdorf gereist, diesmal befindet er sich in der Position des Jägers. Topfavoriten sind gemessen an den bisherigen Saison-Ergebnissen andere: Vor allem die Finnen mit Tournee-Sieger Janne Ahonen und Matti Hautamäki an der Spitze und die von Ex-ÖSV-Coach Mika Kojonkoski betreuten Norweger, angeführt von den Saisonsiegern Roar Ljökelsöy (Weltcup-Führender) und Sigurd Pettersen.
Dazu kommt Sven Hannawald, der Dominator aller vier Bewerbe 2001/02, und der zuletzt unter seinem Wert geschlagene Weltcupsieger und Doppel-Weltmeister Adam Malysz aus Polen. "Ich rechne fest damit, dass auch er wieder mitmischt," prognostiziert Innauer, für den abgesehen von den angepeilten Spitzenplätzen vor allem eines wichtig ist. "Dass wir nach der Tournee als Team stärker dastehen."
ÖSV-Team Vierschanzen-Tournee:
Andreas Widhölzl, Martin Höllwarth, Andreas Goldberger, Andreas Kofler, Thomas Morgenstern, Florian Liegl, Martin Koch, Reinhard Schwarzenberger.
In Innsbruck und Bischofshofen darf zusätzlich ein nationales Kontingent starten. (APA/Red.)
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